33 lines
1.6 KiB
Markdown
33 lines
1.6 KiB
Markdown
professionellen Fragen heißen hier: „Was wird als Droge
|
|
definiert, was als Sucht?“, „Favorisiert man eine akzeptierende
|
|
oder eine prohibitive Drogenarbeit?“, „Inwieweit muss Soziale
|
|
Arbeit Abhängigkeiten als Folge einer konsumsüchtigen
|
|
Gesellschaft verstehen und sich deshalb politisch engagieren?“
|
|
Die hier ansetzenden Handlungsformen der Sozialen Arbeit sind
|
|
Beratung, Verhand lung, und Betreuung. Hier ist es wichtig, die
|
|
einzelnen Systemebenen im Auge zu behalten, um makro-,
|
|
exo-, meso- und mikrosystemisch intervenieren zu können.
|
|
Der Vorteil der Sozialen Arbeit als der gesellschaftlichen und
|
|
formellen Antwort auf soziale Probleme liegt in der Weite des
|
|
Betrachtungsfeldes. Die Probleme der Auftraggeberinnen werden
|
|
schon zu Beginn des Unterstützungsprozesses als soziale verstanden,
|
|
die durch infrastrukturelle Maßnahmen der Gesellschaft und
|
|
Sachhilfen gelöst, zumindest begrenzt werden können. Überpointiert
|
|
und plakativ ausgedrückt: statt individueller Regression in der
|
|
Spieltherapie eine Tagesgruppe zum Erwerb sozialer Kompetenzen,
|
|
statt Familiengesprächen in der Beratungsstelle eine vor Ort präsente
|
|
sozialpädagogische
|
|
Familienhelferin
|
|
oder
|
|
aufsuchende
|
|
Familientherapie, statt Fragen nach der Bedeutung diffuser Grenzen
|
|
in der Familie die Suche nach einer größeren Wohnung, wo jedes
|
|
Familienmitglied sein Zimmer hat und die Tür hinter sich schließen
|
|
kann. Aber genau dieser Vorteil gerinnt zum Nachteil, wenn
|
|
sozialarbeiterische
|
|
Unterstützungsangebote
|
|
nicht
|
|
die
|
|
Beziehungssymbolik als eine andere Seite der materiellen Problematik
|
|
in Rechnung stellen.
|