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behaglichen Selbstzufriedenheit“ (Thiersch 1992, S. 42). Er ist ein
sozialkritischer und praktischer Begriff. Bei allem kritischen Gehalt
nimmt er die täglichen Sorgen und Nöte der Menschen ernst; er
fordert neben strukturellen gesellschaftlichen Veränderungen auch
praktische Hilfen in aktuellen Krisensituationen. Was von dem
Gegenpol des Alltagsbewusstseins, der Wissenschaft, punktuell in den
Alltag eintreten sollte, ist das Interesse an distanzierter Reflexion,
Kritik, Begründung und Transparenz der Intentionen, Motive,
Methoden und Ziele. Mit dem Konzept der Metakommunikation bietet
die systemische Kommunikationstheorie eine Brücke zwischen dem
Bereich wissenschaftlicher Reflexionslogik und dem alltäglichen
kommunikativen Handeln (Watzlawick et al. 1972; Schultz von Thun
1984). Metakommunikation meint hier das bewusste Innehalten im
Fluss der alltäglichen Kommunikation und die Überprüfung ihrer
Regeln, Muster und Inhalte im Dialog der an ihr Beteiligten.
Lebenswelt als Komplementärbegriff zum Alltag stellt sich immer aus
der Perspektive eines „kommunikativ handelnden Subjekts“6 her und
ist von diesem nicht zu trennen. Sie besteht aus gegenwärtigen und
vergangenen sozialen Situationen, in denen kognitiv-affektive
Erinnerungsbilder, Werte, Normen und Regeln ausgebildet wurden.
Vor ihrem Hintergrund bildet die betreffende Person Erwartungen
hinsichtlich zukünftiger Situationen.
Im Begriff der Lebenswelt vernetzen sich jenseits aller
philosophisch-phänomenologischen Diskussionen (hierzu Lippitz
1992) acht Komponenten zu einem Gerüst sozialer Situationen.
Lebenswelt verbindet aktuelle, d. h. im Vordergrund stehende
soziale Situationen mit den ihren Hintergrund bildenden
vergangenen und in der Zukunft als möglich eingeschätzten
sozialen Situationen. Die gerade bestehende Situation tritt nach
ihrer Beendigung in den Hintergrund zugunsten einer neuen im
Horizont der Lebenswelt herausgebildeten.