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eine assoziative Brücke zum problematischen Kernthema gelangen.
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Die Entwicklung des Systems bleibt durch diese negative Bindung der
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Aufmerksamkeit blockiert. Letztlich ist man ihr ausgeliefert wie die
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Menschen der Antike den Launen ihrer Götter. Ein anderes Beispiel:
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Ist die Krankheit des Vaters tabuisiert, dürfen auch die Krankheiten
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anderer Familienmitglieder sowie von Freundinnen oder Bekannten
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nicht mehr erwähnt werden; Bilder von durch eine Krankheit
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verstorbenen Verwandten dürfen nicht gezeigt werden, der Rückblick
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auf frühere Generationen wird eingeschränkt, weil in der Zukunft der
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Tod droht. Sprechverbote weiten sich also aus wie die durch den
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Steinwurf im Wasser erzeugten konzentrischen Kreise.
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Es gibt auch Tabus, die dem konstruktiven Erhalt und Wachstum
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des Systems dienen. Das deutlichste Beispiel hierfür ist das
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Inzesttabu. Durch das Verbot der sexuellen Intimität zwischen Eltern
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und Kindern erhalten die Kinder einen Schutzraum für die langsame
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Annäherung an das Lebensthema Sexualität. Es kompensiert das
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Machtungleichgewicht,
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durch
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welches
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ein
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erwachsenes
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Familienmitglied sexuelle Kontakte mit dem schwächeren Kind
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erzwingen könnte, und wirkt deshalb entwicklungsfördernd.
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Familiengeheimnisse erzeugen eine andere Dynamik (vgl. ImberBlack 1992; Reich 2001). Hier geht es darum, dass bestimmte
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Ereignisse nicht gewusst werden, und wenn man von ihnen weiß
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bzw. sie erahnt, muss man so tun, als ob die entsprechenden
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Gedanken nicht im Kopfe wären. „Du sollst nicht merken und nicht
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wissen“ heißt die zentrale Regel, nach der ein Geheimnis erhalten
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bleiben soll. Familiengeheimnisse ziehen in noch viel stärkerem Maße
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als ein Tabu das gesamte System in Mitleiden-schaft. Das Geheimnis
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nimmt alle, auch seine familiären Hüterinnen in Geiselhaft, und die
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gesamte Familieninteraktion wird von der „Last des Schweigens“
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(Bar-On 1993) niedergedrückt. In einer Vielzahl von Berichten haben
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die Kinder und Kindeskinder von Nazi-Tätern und -Täterinnen die
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Folgen dieses Schweigens und der durch sie geforderten Aufdeckung
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des Familiengeheimnisses beschrieben (Sichrovsky 1987).
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