2026-001/documents/theory/diagnostics/systemische-modelle-soziale-arbeit/pages/237.md

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gemeinsamen Freizeitaktivitäten?“, „Wer organisiert wann welche
Außenkontakte an welchem Ort?“
In der individualisierenden Kultur erweitert sich der persönliche
Gestaltungsspielraum für Rollen im Verhältnis zur Übernahme
standardisierter Rollen. Das erfordert Flexibilität, Dialog- und
Kompromissbereitschaft von Partner und Partnerin.
In dieser Erhöhung des Freiheitsgrades wurzelt die Krise im
Übergang zur dritten Phase. Deren Thema heißt: Öffnung für neue
Rollen auch jenseits der bisher vertrauten Muster und ihre
Verknüpfung mit bisher erfolgreichen Rollenbildern. Können sich
Partner und Partnerin auf einen fairen Ausgleich hinsichtlich der durch
Berufsalltag, Haushalt, Weiterbildung, Erhalt des Bandes zu den
Herkunftsfamilien entstehenden Belastungen einigen, indem sie die
entsprechenden Aufgaben in das eigene Rollenhandeln integrieren?
Können
entsprechende
Konflikte
auch
nach
heftigen
Auseinandersetzungen einvernehmlich gelöst werden?
Die Ressourcen hierfür wurden u. a. in der ersten Phase gebildet.
In der Symbiose entstehen gegenseitige Zuneigung, Vertrauen in die
Bereitschaft des anderen, sich für die Beziehung zu engagieren, und
die Hoffnung auf eine gemeinsam gestaltete Zukunft. Das motiviert,
auch kritische Situationen durchzustehen.