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„Generationseinheit“ von Bedeutung (hierzu Rosenthal in Mansel et
al. 1997).
„Generationslagerung“: Hier handelt es sich um die rein
zeitliche Zuordnung von Altersgruppen in der Demographie
als Kohorten bezeichnet zu bestimmten historischen
Konstellationen. Die z. B. zwischen 1890 und 1905 Deutschland
geborenen Menschen finden ihren historischen Ort qua
Geburtszeitraum in der Endphase des von Wilhelm II.
repräsentierten „Zweiten Kaiserreiches“, dessen Untergang und
den krisenhaften Übergängen in die Weimarer Republik.
„Generationszusammenhang“:
Die
„Generationslagerung“
bezeichnet den Raum der Möglichkeiten, innerhalb dessen sich
der „Generationszusammenhang“ bilden kann. Er entsteht
durch die Teilhabe von Menschen einer bestimmten Altergruppe
an Gemeinsamkeit stiftenden gesellschaftlichen Themen,
Ereignissen und Interpretationsmustern. Diese Teilhabe ist für
die Menschen bewusst, d. h. als solche benennbar. Für die
schon genannte Generation sind das Themen/Ereignisse wie
der „an der Heimatfront“ erlebte Weltkrieg, der Versailler
Vertrag, die Ausrufung der Republik, die Inflation.
„Generationseinheit“: In ihr finden sich Gruppen des gleichen
Generationszusammenhanges wieder, die hinsichtlich der
gleichen
Themen
und
Ereignisse
spezifische
Interpretationsmuster entwickeln. In dem uns als Beispiel
dienenden Generationszusammenhang finden wir etwa
Angehörige der (damals noch existierenden) Arbeiterklasse,
mittel- und ostdeutsche Großgrundbesitzer, streng katholische
Münsterländer und voll assimilierte jüdische Intellektuelle, die
sich als Gruppe jeweils unterschiedlich mit den oben genannten
Ereignissen auseinander setzten.
Die entscheidende Grundlage für die Zugehörigkeitsbestimmung der
Menschen bezüglich ihres Generationszusammenhangs sind
Mannheim zufolge ihre je eigenen Erfahrungen. Erfahrung heißt,