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Paarhaushalte mit einem Kind sind im Bundesgebiet (8,7 %) und
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auch in den neuen Bundesländern (8,4 %) unterdurchschnittlich von
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Armut betroffen. Die Niedrigeinkommensquote dieser Gruppe liegt
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bundesweit bei 35 %, in den neuen Bundesländern bei 44 %.
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Paarhaushalte mit drei und mehr Kindern sind indes bundesweit zu
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20 % von Armut betroffen, und nahezu zwei Drittel leben in
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prekärem Wohlstand … Bei Single- und Paarhaushalten ohne Kinder
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ergeben
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sich
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Unterschiede
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hinsichtlich
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des
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Alters
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des
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Haushaltsvorstandes: Ältere Haushalte haben jeweils sehr niedrige
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Armutsquoten und sind unterdurchschnittlich von Niedrigeinkommen
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betroffen … Demgegenüber haben Singlehaushalte jüngeren und
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mittleren Alters nicht nur in den neuen Bundesländern zum Teil
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überdurchschnittliche Armutsquoten, wogegen der Bevölkerungsanteil
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im Niedrigeinkommenssektor in diesen Haushalten eher unter dem
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gesamtdeutschen Querschnitt liegt. Offenkundig verbergen sich
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hinter diesem Haushaltstyp häufiger schwierige Lebensbedingungen
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(entweder man ist als Single einkommensstark oder arm – das
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Spektrum dazwischen ist schwach ausgeprägt; W. R.). Paarhaushalte
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jüngeren
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mittleren
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Alters
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ohne
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Kinder
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weisen
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unterdurchschnittlich hohe Armuts- und Niedrigeinkommenswerte auf
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… Kleinere Gemeinden sind bundesweit leicht überdurchschnittlich
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von Armut und prekärem Wohlstand betroffen, städtische Metropolen
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hingegen eher unterdurchschnittlich“ (Hanesch et al. 2000, S. 86 f.;
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Hervorh.: W. R.).
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Hinsichtlich der Armutsproblematik gibt es allerdings einen kleinen
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Lichtblick. Die Arbeitsgruppe um Stephan Leibfried hat in einer Studie
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über „Sozialhilfekarrieren“ in Bremen die Dynamik von Armut (Buhr
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1995) herausgearbeitet. Es gibt mehr Kurzzeitarmut, als gemeinhin
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angenommen: „Die Analysen weisen einerseits auf eine recht hohe
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Fluktuation der Armutsbevölkerung hin. Die Armutsgrenze muß
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allerdings nicht dauerhaft überschritten werden, so daß mehrere
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Armutsperioden, wenn auch mit Unterbrechungen, aufeinanderfolgen
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können. Der Anteil von langfristig oder dauerhaft Armen ist jedoch
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relativ gering. Armut ist also meist kein Langzeitphänomen, sondern
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