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geringem Ausbildungsniveau und familiären Verpflichtungen
entsteht dabei die Gefahr, in diesem Prozess der Reduzierung
von Erwerbsarbeitsplatzangeboten wieder zur „industriellen
Reservearmee“ zu werden; bzw. der Zugang zum Arbeitsmarkt
wird für viele von ihnen zunehmend über die „prekären Lohnund Arbeitsverhältnisse“ erfolgen. Dieser Begriff bezieht sich
auf tarifrechtlich abgesicherte Vollerwerbsarbeitsplätze, deren
Entlohnung knapp über dem Sozialhilfeniveau liegt, und
Nebenerwerbsjobs. Prekäre Lohn- und Arbeitsverhältnisse
auszuweiten und in ihrem Rahmen den Kündigungsschutz zu
lockern, ist ein Interesse der Kapitaleigner und ihres
Managements, denn sie erleichtern die Politik des hire and fire.
Die Entfremdung des Menschen von seinen Möglichkeiten, eine
Gesellschaft nach den Prinzipien der Solidarität und
Allgemeinverantwortung zu bilden. „Arbeit-Geberinnen“ sind im
marxistischen Sinne nicht die Unternehmer, sondern diejenigen,
die ihre Arbeitskraft verkaufen (hergeben) müssen, um ihr
Leben und das ihrer Familie finanziell zu sichern; die
Unternehmer hingegen sind „Arbeit-Nehmer“ diejenigen,
welche die Arbeitskraft annehmen. Sie bringen die Produkte in
den Kreislauf der Waren und Dienstleistungen nach den ihnen
nutzenden Gesetzen des Marktes ein. Dass die „Arbeit-Geber“
durch den Lohn, die Gesellschaft durch die Ertragssteuern
ebenfalls davon profitieren, ist ein für das Kapital ärgerlicher,
aber unumgehbarer Nebeneffekt, den es durch Lohndrückerei
und unternehmensfreundliche Besteuerungen zu minimieren
gilt. In diesem Sinne wird durch die Ökonomie eine
gesellschaftliche Hierarchisierung geschaffen und verteidigt, bei
der die Differenzlinien zwischen Kapitalinhabern und
Lohnabhängigen,
Modernisierungsgewinnerinnen
und
verliererinnen, Hochlohn- und Niedriglohnarbeitsplätzen,
Arbeitsplatzbesitzerinnen und Erwerbsarbeitslosen, erstem und
zweitem Arbeitsmarkt, Männern und Frauen verlaufen.