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Bevölkerung verfügen über fast 45 % der gesamten Vermögenswerte in Deutschland, die „untere“ Bevölkerungshälfte nur über 8,5 % (Trott-war 2/2001, S. 7). Der einkommens- und vermögensstarken Gruppe kommt auch ein entscheidender – direkt persönlicher oder indirekt über ihre Lobby hergestellter – Einfluss auf volkswirtschaftliche und damit politische Entscheidungsprozesse zu. Nimmt man die Haushaltsnettoeinkommen als Bezugsgröße, verschärft sich das Bild. Das durchschnittliche Haushaltseinkommen in der BRD betrug 1998 3660 DM (1871 €) (Hanesch et al., S. 59). Hier sind alle Haushaltsgrößen eingerechnet. Es ist davon auszugehen, dass in vielen Familienhaushalten mit steigender Kinderzahl das konsumrelevante Einkommen sinkt. 54,7 % aller Haushalte sind Drei- und Mehrpersonenhaushalte, in 44,3 % leben nur ein oder zwei Menschen. „Einpersonenhaushalte haben höhere Armuts- und Niedrigeinkommensquoten as Zweipersonenhaushalte, mit weiter wachsender Personenzahl nehmen Armut und prekärer Wohlstand zu“ (ebd., S. 85). Demzufolge leben allein stehende ältere Menschen und Familienhaushalte unter dem höchsten Armutsrisiko; zusammenlebende verheiratete oder unverheiratete Paare haben hier aufgrund eines häufigen doppelten Einkommens (Dinks: double income, no kids) die sicherste Position. Das sollte familienpolitisch zu denken geben, denn anscheinend reichen die bisherigen Maßnahmen des „Familienlastenausgleiches“ nicht aus.7 Die kapitalistische Ökonomie lässt sich Marx zufolge durch vier grundlegende Komponenten kennzeichnen:
Die Akkumulation von Geld zu Kapital, die Inbesitznahme der Produktionsmittel durch die Kapitaleigentümer und die aus der ökonomischen Stärke resultierende politische Macht. Beispielhaft hierfür sind die international agierenden großen Konzerne, welche die jeweiligen kommunalen und nationalen Regierungen immer wieder zu finanziellen, steuerlichen sozialpolitischen Zugeständnissen zwingen. Der absolute Vorrang des Tauschwertes vor dem Gebrauchswert. Ob das, was man verkauft, langlebige nützliche