48 lines
1.6 KiB
Markdown
48 lines
1.6 KiB
Markdown
Familien in Krisen durch familienunterstützende und ergänzende
|
|
Maßnahmen
|
|
(z.
|
|
B.
|
|
Sozialstationen,
|
|
sozialpädagogische
|
|
Familienhilfe,
|
|
Tagesgruppen
|
|
usw.),
|
|
Teilzeitarbeit für Väter und Mütter.
|
|
Die
|
|
wechselseitige
|
|
Unterstützung
|
|
und
|
|
Verantwortungsübernahme von Vätern und Müttern in der
|
|
Familie. Das erfordert vor allem von den Vätern eine verstärkte
|
|
körperliche und psychische familiäre Präsenz, von den Müttern
|
|
eine ernst gemeinte Einladung an die Väter zum „familiären
|
|
Jobsharing“. Hier ist auch der Platz, an dem sich die
|
|
Veränderung
|
|
gesellschaftlicher
|
|
Rollendefinitionen
|
|
direkt
|
|
bemerkbar machen kann: Väter können in ihre Rolle auch die
|
|
Aufgabe der „Bemutterung“ integrieren, Mütter die expansiven
|
|
Seiten der Vaterrolle übernehmen. Hier kommt das
|
|
„Reziprozitätsparadigma“ (Rücker-Embden-Jonasch u. EbbeckeNohlen 1992) zur Geltung.
|
|
Das Zusammenspiel männlich strukturierter Formen des
|
|
Denkens, Fühlens und Handelns mit dem weiblichen Gegenpol,
|
|
was auch zu einer Transformation bisher gängiger
|
|
Kommunikationsmuster führen würde. Ich denke hier im Sinne
|
|
des
|
|
„Reziprozitätsparadigmas“
|
|
an
|
|
die
|
|
wechselseitige
|
|
Durchdringung von intuitivem und rationalem Denken/Handeln,
|
|
symbiotischer
|
|
und
|
|
distanzierter
|
|
Beziehungsgestaltung,
|
|
körperlicher und geistiger Liebe, aktivem Versorgen und
|
|
passivem Versorgtwerden.
|
|
Ausgangspunkt für eine solche Transformation wäre eine
|
|
Gleichberechtigung „männlicher“ und „weiblicher“ Perspektiven
|
|
(„Gleichheitsparadigma“) wie auch die wechselseitige Übernahme der
|
|
gegengeschlechtlichen Perspektive („Unterschiedsparadigma“).
|