2026-001/documents/theory/diagnostics/systemische-modelle-soziale-arbeit/pages/178.md

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aber jenseits aller politischen Manifeste im Alltag zu verankern, sind
viele aufeinander bezogene sozialpolitische Maßnahmen notwendig,
z. B.:
Ganztagesbetreuungsmöglichkeiten für Kinder im näheren
Wohnumfeld der Familie;
eine durch die Arbeit„geberinnen“ (Mütter und Väter)
mitbestimmte flexible Arbeitszeitregelung;
Teilzeitarbeitsplätze und geteilte Stellen (Jobsharing) für Mütter
und Väter;
Sonderbeurlaubungen für einen Elternteil bei der Erkrankung
von Kindern.
Diese Vorschläge sind durch das „Gleichheitsparadigma“ (RückerEmbden-Jonasch u. Ebbecke-Nohlen 1992) geprägt: Männer und
Frauen sollen auf dem Arbeitsmarkt die gleichen Chancen haben, weil
es hinsichtlich der für die moderne industrielle bzw. postindustrielle
Arbeit notwendigen Kompetenzen keine grundsätzlichen Unterschiede
zwischen den Geschlechtern gibt.
Dafür sind folgende kulturelle, ökonomische und politische
Entwicklungsziele unumgänglich:
Die Aufwertung der Familienarbeit (im Sinne von Marx und
Engels „reproduktive Arbeit“) zu einer gesellschaftlich
notwendigen und der Erwerbstätigkeit gleichwertigen Arbeit.
Die Erziehung bzw. Sozialisation der Kinder im familiären
Kontext und die damit verbundene Haushaltsarbeit ist
ökonomisch, politisch und kulturell von einer enormen
Bedeutung für die Gesellschaft. Dieser ideelle und finanzielle
Wert der Familienarbeit muss sich auch im Normen- und
Wertesystem der Gesellschaft niederschlagen und konkrete
sozialpolitische Maßnahmen zur Folge haben. Hier denke ich an
eine Ausweitung der auf die Altersrente angerechneten
Erziehungszeiten,
die
Absicherung
von
schweren
Haushaltsunfällen in der Arbeitsunfallsversicherung, Hilfen für