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3.2.3 Das Mesosystem
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„Ein Mesosystem umfasst die Beziehungen zwischen den
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wichtigeren Settings, in denen sich die in der Entwicklung
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begriffene Person zu einem bestimmten Zeitpunkt ihres Lebens
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befindet … Ein Mesosystem ist ein System von Mikrosystemen“
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(Bronfenbrenner 1978, S. 36).
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Ein Mesosystem entsteht durch die Kombination von zwei oder
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mehreren Mikrosystemen, z. B. Familie + Schule, Familie +
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Kindertagesstätte, Familie + Kindertagesstätte + Schule (beim
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Übergang zwischen KiTa und Schule), Familie A + Familie B +
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Kindertagesstätte + Peers von Kind A + Peers von Kind B. Im
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Schnittpunkt der verschiedenen zu einem Mesosystem verbundenen
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Mikrosysteme steht das Subjekt, dessen Alltag durch die aktive
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Mitgliedschaft in ihnen geprägt ist. Über seine Person als Mediator
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verknüpfen sich die verschiedenen Mikrosysteme zu einem
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Mesosystem. Das Subjekt übernimmt die in den verschiedenen
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Mikrosystemen geforderten Rollen mittels einer Dialektik von role
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taking und role making. Beim Eintritt in das System Schule z. B. wird
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seine familiäre Rolle als Kind zugunsten der Rolle des Schulkindes in
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den Hintergrund gedrängt. Diese bringt Anforderungen mit sich, die
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im familiären Bereich weniger wichtig sind, z. B. die systematische
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Schulung von Gedächtnis und kognitiven Problemlösungsstrategien.
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Soziale Kompetenzen, die im Rahmen der Familie, des Kindergartens
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und von Freundschaften erworben wurden, müssen nun auf den
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Kontext Schule übertragen werden. Dieser ist durch eine stärkere
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formale Hierarchie und eine größere soziale Unübersichtlichkeit
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gekennzeichnet. Zu ihrer Bewältigung benötigt das Subjekt auch die
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Erfahrungen, die an seine Rolle als Familienkind gebunden sind, z. B.
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Konfliktlösungsmuster innerhalb des Geschwistersubsystems, den
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Umgang mit Aufträgen der Eltern und die Nutzung von frustrierenden
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Situationen für das eigene psychische Wachstum. Das Kind als
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Bindeglied zwischen den verschiedenen Kontexten ermöglicht auch
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einen kommunikativen Austausch zwischen den einzelnen
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