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wurden schon andere Mikrosysteme benannt: Schule, Kindergarten,
Peers, Arbeitsplatz. Für sie lässt sich wie für die Familie eine Analyse
im Hinblick auf Rollen, Regeln, Normen und Werte vornehmen. In der
Schule
finden
wir
die
Rollen
von
„Lehrer/Lehrerin“,
„Schüler/Schülerin“ usw.; Regeln sind benennbar, wie etwa „Sprechen
ist nur nach Aufforderung der Lehrerin“ gestattet“; Normen werden
u. a. in der Notenskala ausgedrückt; dadurch sollen bestimmte
Werte, z. B. „Nur durch Leistung kommt man im Leben voran“,
durchgesetzt werden. Auch hier spielen Rituale als Bündelung dieser
die Schule strukturierenden Dimensionen eine große Rolle.
„Die in der Schule institutionalisierten Rituale drücken die von
den beteiligten Individuen geforderte institutionelle Solidarität
aus und stellen zugleich als strukturierende Interaktionsmuster
die relevanten Unterschiede in Rang, Macht und Funktion
zwischen Schulleitung, Lehrern und Schülern (in einigen Fällen
auch Eltern) vor einem internen oder externen Publikum dar“
(Wellendorf 1973, S. 100).
Ein Beispiel für solche Rituale sind „Eintritts- oder Austrittsrituale“, in
denen der Beginn bzw. das Ende der Schulkarriere von Schülerinnen
gefeiert wird, „Rituale zur Bewältigung von Krisen“ (z. B.
Elterngespräche), „Rituale des schulischen Alltags“ (z. B. die tägliche
Morgenrunde in der Schulklasse und „Rituale des self-government“
(z. B. Sitzungen des Schülerinnenrates) (ebd.).
Alle Mikrosysteme sind Systeme, in deren Kontext bedeutsame
Prozesse der Sozialisation stattfinden und durch Beiträge der vier
gesellschaftlichen Sektoren (Ökonomie, Politik, Kultur und
Wissenschaft/Technologie, siehe 3.3) unterstützt bzw. behindert
werden.
Sie werden gesellschaftlich mit der Sozialisation von Kindern,
Jugendlichen und Erwachsenen beauftragt, um Bestand und
Fortentwicklung
der
Gesellschaft
zu
sichern.
Diese
Sozialisierungsfunktion, der Status als primäres Bezugssystem
aufgrund der Möglichkeit der alltäglich stattfindenden bzw. möglichen