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Abweichungen vom Gleichgewichtszustand, die durch positive
Rückkoppelung zur fortschreitenden Selbstorganisation führen“
(Simon u. Stierlin 1984, S. 119 f.).
6 „Die präzise mathematische Form dieser Relation zwischen den
Unsicherheiten von Aufenthaltsort und Impuls kennen wir als die
Heisenbergsche Unschärferelation oder das Unsicherheitsprinzip. Es
bedeutet, daß wir in der subatomaren Welt niemals sowohl
Aufenthaltsort als auch Impuls eines Teilchens gleichzeitig mit großer
Genauigkeit erfahren können. Je besser wir den Aufenthaltsort
feststellen, um so unschärfer wird sein Impuls, und umgekehrt. Wir
können uns für die genaue Messung einer der beiden Größen
entscheiden, die andere bleibt uns verborgen“ (Capra 1984, S. 158).
7 Ich verwende diesen Begriff anstelle des klassischen Begriffs der
Klienten/Klientinnen (zur Begründung siehe 5.4.2.1). Da im
systemischen Modell auch die Unterscheidung zwischen Therapie,
Beratung, Sozialarbeit brüchig wird, wäre es hilfreich, einen
einheitlichen Begriff für die in allen drei Bereichen arbeitenden
Professionellen zu finden, z. B. systemische Helferin oder
Psychosozialarbeiterin.
Da
diese
Begriffe
sprachästhetisch
unzumutbar sind, werde ich im weiteren Verlauf die Begriffe
Therapeutin, Beraterin, Sozialarbeiterin gleichbedeutend verwenden,
und zwar für Professionelle, die im Kontext eines Unterstützungsbzw. Hilfesystems auf der Basis systemischer Theoriemodelle und
der entsprechenden Methoden arbeiten.
8 Im Kontext des personenzentrierten Ansatzes hat Rogers hierfür
die drei zu realisierenden Therapeutinnenvariablen „einfühlendes
Verstehen“, „emotionale Zuwendung“ und „Echtheit“ formuliert
(siehe Bommert 1987).
9 Selbst im Kontext der Konzentrationslager des „Dritten Reiches“
des Paradigmas totalitärer Organisationsformen war das Verhalten
der Häftlinge nicht vollständig determinierbar. Zwar gelang dies der
SS bei den meisten ihrer Opfer, es gab aber immer wieder
Menschen, die sich durch eigene Ressourcen (z. B. gute Beziehung