2026-001/documents/theory/diagnostics/systemische-modelle-soziale-arbeit/pages/100.md

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Verantwortung als wesentliche Kategorien ökonomischer Denk- und
Produktionsprozesse anerkannt werden.
Antwortet ein Mensch B auf das Verhalten eines anderen
Menschen A mit Gefühlen der Sympathie oder Antipathie, ist A in
dieser Situation der sozial-kommunikative Kontext für Bs Verhalten.
Fragt sich B oder eine äußere Beobachterin, welche inneren kognitivaffektiven Schemata von B bei seiner Wahrnehmung und Bewertung
von As Verhalten beteiligt waren, werden Bedeutung erzeugende
Muster als ein innerer Kontext von B für sein eigenes Verhalten
verstanden. Auch innerhalb der Bedeutungs-, Sozial- und
Subjektsysteme lassen sich also einzelne Ebenen festlegen, die je
nach Perspektive als übergeordnete Kontexte oder untergeordnete
Systeme eingestuft werden können.
Kontext und System erweisen sich immer wieder als zwei Seiten
derselben Medaille, die je nach Perspektive, Zeitpunkt und Situation
hin- und hergewendet werden kann.
Cronen et al. haben im Rahmen ihres hierarchischen Modells von
Bedeutungsebenen eine Theorie der Rückkoppelung zwischen den
einzelnen Systembereichen entwickelt. Über die jeweilige Position der
Bereiche entscheiden zwei Kräfte:
„Eine implikative, schwächere Kraft von unten nach oben ,
wodurch Einzelheiten auf tieferem Niveau Bedeutung auf
höheren Ebenen schaffen oder verändern, und eine stärkere,
abwärts gerichtete kontextuelle Kraft, mit welcher eine
höhere Bedeutungsebene die Bedeutungen auf der tieferen
definiert“ (Cronen et al. 1983, S. 111; Hervorh. im Orig.).
Zwischen einer über- und einer untergeordneten Ebene wird eine
prinzipielle Rückkoppelung angenommen: Sie bilden immer eine
implikative und kontextuelle Beziehung. Diese Rückkoppelung kann
einerseits zu einer Gleichrangigkeit beider Ebenen führen, „wenn zwei
Elemente in einer Hierarchie so organisiert sind, daß jedes
gleichzeitig den Kontext für das andere bildet und sich selbst im
Kontext des anderen befindet“ (ebd., S. 109). In diesem Fall