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Abb. 6: Beschwichtigen (nach Satir 1989, S. 87)
Beschwichtigen (ebd., S. 87): Alle Codes der Körpersprache
weisen auf die Botschaft der Unterlegenheit hin. Der Körper
verliert seine vitale Spannkraft, die Stimme wird leise, die Mimik
zeigt Gefühle der Resignation und Traurigkeit. Der Inhalt der
Worte kommuniziert Zustimmung, die Gedanken/Gefühle
kreisen um das Thema „Ich bin nichts wert, ich werde nicht
geliebt, nicht akzeptiert und kann nichts bewirken“ (Seite der
„Selbstoffenbarung“). Als Beziehungsstrategie führt die
Beschwichtigung paradoxerweise zu einer höchst effektiven
Kontrolle über die Situation. Die anderen werden im Kontext
des subjektiven Erlebens der eigenen Schwäche zum Helfen
aufgefordert (Seite des „Appells“), erleben sich aber als „hilflose
Helfer“. Schwäche wird also im kommunikativen Prozess zur
Stärke.