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2.4.3.2.2.2.2 Ikonische und metaphorische Symbole
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Das ikonische Symbol ist an ein Bild (griech. eikon) gebunden. Ein in
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unserer Kultur immer noch mächtiges ikonisches Symbol ist das
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Kreuz. Es ist zunächst der Ausdruck des Opfertodes Christi. Diese
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Bedeutung ist aber – um in Beatriz Garzas Metapher zu bleiben – in
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weitere konzentrische Wellenkreise eingebettet, die über die
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christliche Ideenwelt hinausreichen. Folgen wir C. G. Jung, ist das
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Kreuz ein Symbol des kollektiven Unbewussten. Es repräsentiert die
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Transzendenz, die vier Himmelsrichtungen und damit die Welt, die
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Verbindung von Materie und Geist, Vergangenheit, Gegenwart und
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Zukunft, Tod und Auferstehung bzw. Wiedergeburt, das Werden und
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Vergehen bzw. die Zyklen der Fruchtbarkeit (Jung et al. 1979). Als
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Symbol des individuellen Unbewussten nimmt es diese Bedeutungen
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auf und verbindet sie mit einer persönlichen Konnotation, z. B. „Auch
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ich leide unsäglich“, „Mein Selbst stirbt, aber es wird auch
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wiedergeboren“, „Am Ende des Leidensweges bin ich eine andere“
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(siehe Jacobi 1977). Das differenzierteste kulturelle und
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psychosoziale Verständnis für die symbolische Welt der Bilder findet
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sich im Werk C. G. Jungs und seiner Schule, der „analytischen
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Psychologie“ (Jung et al. 1979).
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Die Metapher (griech. metapherein – „etwas auf etwas anderes
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übertragen“) lässt sich als das in ein Wort verwandelte Bild von dem
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zunächst in seiner visuellen Gestalt wahrgenommenen ikonischen
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Symbol unterscheiden. Es geht von solchen Bildern aus und
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transformiert sie in Worte. Dadurch entstehen Sprachbilder. Wir alle
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wissen, dass solche Sprachbilder oder Metaphern uns oft mehr sagen
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als viele Worte, z. B. „Ich muss mein Kreuz tragen“, „Ich bin im Hafen
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der Ehe angelangt“, „Der kleine Bruder durchlebt die familiären
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Kämpfe im Windschatten des großen“, „Schuster, bleib bei deinem
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Leisten“.
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Ikonische und metaphorische Symbole wirken durch die Kraft des
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Analogen:16 Viele Bedeutungen verdichten sich in einem durch seine
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visuelle Gestalt unmittelbar eindrücklichen und aussagekräftigen Bild.
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Das erspart uns eine Vielzahl von aneinander gereihten Wörtern und
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