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Abb. 2: Perspektiven für die Beschreibung eines Modells sozialer
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Systeme
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Die drei Kontextperspektiven bilden den Außenkreis. Sie benennen
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kulturell vermittelte Bedingungen der sozialen Existenz des Menschen
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und ermöglichen den Beobachterinnen eigene Bewertungen des
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Beobachteten. Mit ihrer Benennung möchte ich dem Vorurteil
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entgegentreten, dass der systemische Ansatz formal und
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mechanistisch sei und sich existenziellen Sinnfragen wie auch einer
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kritischen Betrachtung unserer Gesellschaft verschließe (siehe Körner
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u. Zygowski 1988)12. Natürlich sind die hier aufgeführten Stichworte
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nicht im Bereich systemischer Theoriebildung erfunden worden. Sie
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sind aber unter den Stichworten Kontext und Kontextualisierung für
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den systemischen Ansatz erschließbar, denn ein differenzierter
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Kontextbegriff umfasst äußere soziale und innere psychische wie
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auch ideelle Kontexte. Ein handlungsleitendes persönliches
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Überzeugungssystem ist ein intrapsychischer geistiger Kontext, der
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für das Verhalten nicht weniger bedeutsam ist als die
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Austauschbeziehung mit anderen Systemen des sozialen Umfeldes.
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Die insgesamt sechs Perspektiven ergeben in ihrer Gesamtheit ein
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Modell zur Beobachtung, Beschreibung und Analyse sozialer Systeme
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und der Zuordnung der dabei gewonnenen Informationen zu ihnen.
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Die entscheidende Frage für die Nützlichkeit dieses Modells ist, ob
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eine solche Betrachtungsweise die Handlungsmöglichkeiten der
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Beobachterinnen erhöht. Daran erweist sich ihr Wert für eine
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Handlungswissenschaft, denn praktische Nützlichkeit scheint mir ein
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wichtiges Kriterium für sozialwissenschaftliche Theoriebildung zu sein.
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