2026-001/documents/theory/diagnostics/systemische-modelle-soziale-arbeit/pages/028.md

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Im Folgenden fand dann ein Treffen zwischen Manuel und der
Praktikantin statt, bei dem mithilfe des Familienbretts mögliche
Zukünfte
mit
ihren
Konsequenzen
für
die
Gegenwart
vorweggenommen wurden. Das Familienbrett als darstellende
Methode, hypothetische Fragen als verbale Methode und Zeit als
soziales Konstrukt werden eingeführt.
In einem Gespräch mit Großmutter, Vater und Manuel wurde ein
etwas häufigerer Kontakt zwischen allen drei Familienmitgliedern
besprochen Stichwort „Keller ausmisten“ und gemeinsam das
Familiengenogramm erstellt. Die Beziehung innerhalb des
Dreigenerationensystems wird durch Hausaufgaben und den
gemeinsamen Blick auf die Familiengeschichte aktiviert. Das
Genogramm ist in diesem Sinne eine Interventionsmethode; es
erbrachte aber zugleich als „diagnostische“ Methode Informationen
über bisher nicht genannte Familienmitglieder.
Zu einem weiteren Gespräch wurde die Mutter eingeladen. Trotz
der verständlichen Widerstände des Vaters und einer offenkundigen
Wut der Mutter auf ihren Ex-Mann konnte die Beziehung Mutter
Sohn ein wenig von den Beziehungen Vater Sohn und Mutter
Vater abgekoppelt werden. Es wurde ein neuer Besuch von Manuel
bei seiner Mutter und ihrer neuen Familie vereinbart. Dieses
Gespräch war durch eine emotionale Intensität gekennzeichnet, die
in manchen „offiziellen“ Therapien kein einziges Mal erreicht wird.
Die Verhakung des Sohnes in der konflikthaften Beziehung von
Vater und Mutter die so genannte Triangulierung und seine
Funktionalisierung für den immer noch bestehenden gegenseitigen
Ablösungskampf der Eltern konnte gelockert werden. Die
therapeutische Arbeit richtet sich nicht auf die Verbesserung der
Elternbeziehung oder das persönliche Wachstum der Eltern, sondern
auf die Unterstützung des Sohnes durch seine Mutter ganz im
Sinne der Förderung des Kindeswohles.
In einem weiteren Hilfeplangespräch wurden zwar erhebliche
Veränderungen festgestellt, aber Manuel war immer noch nicht
bereit, die reguläre Schule zu besuchen. Um den positiven