2026-001/documents/theory/diagnostics/systemische-modelle-soziale-arbeit/pages/013.md

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lebendigen Welt verständigen. Die Welt und jede Form sozialer
Realität zeigt sich als Beziehungsnetz, Ereignisse als
Beziehungsereignisse
und
Informationen
als
Beziehungsinformationen.
Ich
entwerfe
deshalb
ein
allgemeines Modell für die Beschreibung sozialer Systeme.
Dessen sechs Perspektiven ermöglichen eine zirkuläre und
ganzheitliche Sicht auf soziale Wirklichkeiten und deren
Beschreibung.
Mit einem zweiten Schritt (im dritten Kapitel) wechseln wir die
Ebene des Zugangs zu sozialen Wirklichkeiten. Von der
Beschreibung allgemeiner Prinzipien eines die Wahrnehmung
und Beschreibung leitenden systemischen Denkmodells
kommen wir zu Modellen, welche die sozialen Kontexte
darstellen, in denen Menschen ihr Beziehungsleben gestalten.
Dabei orientiere ich mich an dem ökosystemischen Modell von
Uri Bronfenbrenner (1978), das um eine spezifische Sicht auf
die „Risikogesellschaft“ (Beck 1986) erweitert wird.
Im dritten Schritt (im vierten Kapitel) wende ich mich der
Familie als einem besonderen sozialen System zu. Sie ist das
wichtigste Sozialisationssystem und die immer noch
bedeutsamste private Lebensform in unserer Gesellschaft.
Deshalb bleibt trotz der Entwicklung einer auf viele soziale
Systeme anwendbaren Systemtherapie die systemische
Familientherapie und Familiensozialarbeit ein eigenständiger
Bereich. Innerhalb der Sozialen Arbeit ist der Bezug auf die
Familie in der Jugendhilfe zentral, aber auch in anderen
Arbeitsfeldern ist sie ein bedeutungsvoller Kontext und muss
bei den Interventionen berücksichtigt werden. Dafür ist es
notwendig, den Blick auf die Dynamik, die Beziehungsmuster
und die Entwicklungsphasen von Familiensystemen zu lenken.
Diese Muster bilden das theoretische „Netz“, mit dessen Hilfe
die Wirklichkeiten einer Familie hypothetisch „eingefangen“
und aus der Perspektive der Beobachterin rekonstruiert werden
können. Die dadurch entstehenden Informationen können für