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WR Jugendhilfe 1 05.book Seite 127 Mittwoch, 14. September 2005 7:25 19
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6. Sozialräumliche, integrierte und flexible Jugendhilfe im Gemeinwesen
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Wir wollen Ursachen von Notlagen benennen und, wenn möglich, beheben. Dabei sehen wir uns in einer Anwaltfunktion für Kinder, Jugendliche und ihre Familien.
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Wir unterstützen junge Menschen dabei, die eigenen Möglichkeiten und Fähigkeiten zu entdecken, ihr Leben verantwortlich zu gestalten. Wir wollen ihre eigenen Kräfte stärken und ihnen so helfen, ihre
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Lebensbedingungen zu kontrollieren. Dabei achten wir ihre Würde
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und Autonomie. Sie brauchen Räume, in denen sie sich entwickeln
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können. Sie brauchen die Auseinandersetzung mit Menschen, die
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Andersartigkeit akzeptieren, mit denen sie streiten können, die ihnen
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für Aushandlungsprozesse zur Verfügung stehen, die konfliktfähig
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sind, ohne selbst in Angst zu geraten oder andere in Angst zu versetzen. Verhandlungs- und Aushandlungsfähigkeiten ermöglichen ihnen, sich in dieser Welt zurechtzufinden, Perspektiven zu entwickeln,
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ihren Weg zu finden. Sie brauchen Begleitung, die alltagsorientiert,
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situationsbezogen, ganzheitlich und lebensweltorientiert ist, die Integration in das gesellschaftliche Leben und Partizipation daran ermöglicht.
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Unsere Arbeit orientiert sich an einer systemisch-ganzheitlichen
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Sichtweise; Herkunftssystem und die jeweilige Lebenswelt der Adressatinnen werden einbezogen.
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Grundlage für das pädagogische Handeln ist der EmpowermentAnsatz: Im Bestärken, Ermutigen und Befähigen der Zielgruppen im
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Sinne der Hilfe zur Selbsthilfe sehen wir unsere wichtigsten Ziele.
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Wir fördern ihr Eingebundensein in soziale Bezugsgruppen, die Anerkennung und Selbstwertstärkung ermöglichen. In unserem Handeln setzen wir bei den Stärken der Betroffenen an.
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3. Fachliche Qualitätsstandards und
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Handlungsprinzipien
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3.1 Lebenswelt-, Alltags-, Sozialraum- und
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Gemeinwesenorientierung
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Lebenswelt- und sozialraumorientierte Jugendhilfe geht davon aus,
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dass Menschen geprägt sind durch biologische, biografische und soziale Gegebenheiten. Der eigene Lebenslauf, die sich gegenseitig bedingenden Beziehungswelten prägen die Lebenssituation junger
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Menschen, die Erfahrungen, die sie in ihren Beziehungen zu Eltern,
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Geschwistern, Verwandten, mit Nachbarn, Schule, Freunden, Verei127
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