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11.3 Im Kontext sexueller Gewalt korrigierend handeln
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Obwohl die Enttabuisierung sexueller Gewalt gegen Kinder in den
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letzten dreißig Jahren vorangeschritten ist, finden wir immer wieder
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fehlende pädagogische Lösungsansätze im Umgang mit sexuell
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traumatisierten Mädchen und Jungen. Im pädagogischen Alltag gibt
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es viele Gelegenheiten, das Thema aufzugreifen. Manchmal wird
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ein Stopp nötig sein. Sexualisiertes Verhalten wird im Alltag immer
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wieder auftreten und braucht ein gemeinsames Verstehen. Ziel muss
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es sein Reviktimisierungen zu minimieren. Komplizierter und doch
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genauso wichtig ist die Begleitung der sexuell übergriffigen Jungen
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und Mädchen, während die Unterstützung von Mädchen und
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Jungen, die sich anbieten, erfahrungsgemäß von Pädagog*innen
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und Einrichtungen eher geleistet wird.
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Dem Geschehenen verantwortlich Worte geben
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Die Pädagogik hat vielfältige Möglichkeiten zur Bearbeitung
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sexueller Gewalterfahrungen, dies ist nicht nur in der Therapie
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oder im individuellen Gespräch möglich. Eher im Gegenteil, eine
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allgemeine Korrektur einiger Normen der missbrauchten Kinder
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entlastet in hohem Maße und trägt zu einer Atmosphäre bei, die es
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ermöglicht, über erlittene sexuelle Gewalt zu reden:
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Beim Abendessen dreht sich das Gespräch um sexuelle Gewalt, in der Zeitung
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wurde darüber berichtet. Der elfjährige John kommentiert die Diskussion mit
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der Aussage: „Wie gut, dass es dies bei uns nicht gibt.“ Die Pädagogin interveniert: „Das gibt es häufig, die Kinder haben keine Schuld.“ Danach kann Jana
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sagen, dass sie das auch erlebt hat oder auch nicht. Sie ist entlastet.
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Weil die Pädagogin interveniert, muss Jana sich nicht erneut nicht
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dazugehörig fühlen.
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Die Lebensgeschichten der Mädchen und Jungen können nur in
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einem Klima, in dem sexuelle Gewalt und Gewalt von Eltern kein
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Tabus sind, bearbeitet werden. Wenn Pädagog*innen den Kindern
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vermitteln, dass betroffene Mädchen und Jungen keine Schuld
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