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ist nämlich bei Kindern und Jugendlichen häufig nicht an explizite
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Traumaaufarbeitung gebunden, sondern – im Rahmen des Möglichen in diesem Entwicklungsabschnitt – an eine Akzeptanz des
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Traumas und an eine Zuordnung zur eigenen Biografie.“ (Gahleitner
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2011, S. 55), was – wie in den Kapiteln 7–13 beschrieben – durch
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Pädagog*innen wirksam begleitet werden kann. Die Beeinträchtigungen durch traumatische Erfahrungen wirken im Alltag.
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Die Kinder und Jugendlichen versuchen dies auch – vor allem – im
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Alltag zu bewältigen. Hier kann die Pädagogik wirksam unterstützen
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(AK der Therapeutischen Jugendwohngruppen 2009; Baur/Finkel/
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Hamberger 1998 u. a.).
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6.
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Die Traumapädagogik
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Traumapädagogik ist notwendig (6.1). Sie fußt auf einem breiten
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Verständnis von Traumabewältigung (6.2) und ist in der Praxis
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entstanden (6.3). Traumapädagogik hat vor allem pädagogische
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Wurzeln (6.4), doch ist sie nicht denkbar ohne die Erkenntnisse der
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Psychotraumatologie. Menschen wie Judith L. Herman, Bessel van
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der Kolk und vielen anderen gebührt das Verdienst, auf die Wunden
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traumatischer Erfahrungen in Leib und Seele der Menschen aufmerksam gemacht und hilfreiche Prozesse angestoßen zu haben.
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Traumapädagogik reflektiert auch die Theorien der Sozialen Arbeit
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und die therapeutischen Wissenschaften. Besondere Bedeutung
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für die Konzeptionalisierung der Traumapädagogik hat neben den
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Erkenntnissen der Psychotraumatologie auch die Psychoanalyse.
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Grundlage aller traumapädagogischen Konzepte sind gemeinsame
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Überlegungen zur Haltung (6.5).
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6.1
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Warum wir eine traumainformierte Pädagogik
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brauchen
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Laut Untersuchungen aus der Schweiz sind über 81 % der Mädchen
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und Jungen in der stationären Jugendhilfe traumatisiert (Schröter/
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Schmid 2020, S. 11). Ihre Überlebensstrategien, ihre Art, auf
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