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das Jugendamt einen Kontakt zur Mutter, die wiederum mit ihrer Herkunftsfamilie, deren Beteiligung an dem massiven Missbrauch der Kinder letzten
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Endes ungeklärt bleibt, in Verbindung steht. Maria kann sich vor den negativen
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Erinnerungen und Bedrohungen nicht schützen. Viel später erzählt sie, dass sie
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bei dem Besuch wie betäubt war. Sie spürte, trotz des sehr bedrohlichen Umfeldes, keine Angst. Sie war nicht in der Lage, über die Bedrohung zu reden und
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Hilfe – von der sie weiß, dass sie sie bekommen hätte – zu holen. Maria macht
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einen Suizidversuch mit allen möglichen greifbaren Tabletten.
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Eine große Anzahl von Untersuchungen bestätigen, dass Menschen
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auf belastende Erinnerungen mit signifikant erhöhter Herzfrequenz,
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erhöhter Leitfähigkeit der Haut und erhöhtem Blutdruck reagieren.
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Die exzessive Stimulation des zentralen Nervensystems zum Zeitpunkt der Traumatisierung kann zu permanenten neuronalen Veränderungen – wie z. B. dauerhafte und diffuse Ängste – führen.
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Chronische physiologische Erregung beeinträchtigt die Fähigkeit,
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Emotionen wie z. B. Angst als Signal zu nutzen, um sinnvolle Handlungen ausführen zu können. Auch die Unterscheidungsfähigkeit
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von relevanten und irrelevanten Stimuli ist beeinträchtigt. Affektiv
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neutrale, aber existenziell relevante Geschehnisse werden weniger
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beachtet. Als Konsequenz dieses relativen Mangels an Reaktionsbereitschaft benötigen traumatisierte Kinder mehr Anstrengung,
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um auf gewöhnliche Erlebnisse zu reagieren, ihre Reaktionszeit
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ist verzögert, alles ist anstrengender. Der Verlust der normalen
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Synchronisation der elektrischen Aktivität der verschiedenen
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kortikalen Gebiete führt zu einer Unterbrechung der Zusammenarbeit von rechter und linker Hirnhemisphäre. Die rechte Gehirnhälfte dient der prozesshaften Wahrnehmung, Gefühlsgenerierung,
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emotionalen Kommunikation und ganzheitlichen Wahrnehmungsabbildung, die linke Gehirnhälfte ist zuständig für die Speicherung
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von Informationen, die bei guter Zusammenarbeit Worte und
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Sprache erzeugt. Störungen im EEG der linken Hemisphäre sind mit
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einer Zunahme psychotraumatischer Lebenserfahrungen besonders
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auffällig (van der Kolk u. a. 2000, S. 195 ff.). Doch strukturelle Veränderungen im Gehirn sind bis ins hohe Lebensalter möglich, eine
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gute Chance für Kinder wie Philipp und Jana.
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