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mehr wird aufgespalten, aufgebrochen bzw. dissoziiert.“ Störungswertige Dissoziation trennt vom Selbst und erschwert den Kontakt
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mit anderen (Weiß et al. 2014).
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Traumatisierte Kinder erleben Elternpersonen weder als vertrauenswürdige, fördernde und helfende Gegenüber noch sich
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selbst als liebenswerte und kompetente Personen. „Wenn das Selbstbild durch elterliche Gleichgültigkeit oder Inkonsistenz zwischen
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liebenden und ärgerlichen Reaktionen verzerrt ist, oder wenn es
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durch Zurückweisung und Bestrafung bedroht ist, hat das Kind
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wenige Erfahrungsgrundlagen für die Entwicklung eines Selbstbildnisses als kompetente und liebenswerte Person“ (Ruth Kempe 1998,
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S. 9). Mädchen und Jungen aus herausfordernden Lebensumständen
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halten sich oft – egal wie sie im Alltag auch immer auftreten – für
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böse, dumm, nicht normal und nicht liebenswert. Man kann sagen,
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sie sehen sich mit den Augen der sie traumatisierenden Personen:
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Jana und Philipp waren Objekte für die Bedürfnisse Erwachsener, ihrer Eltern,
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den wichtigsten Bezugspersonen. Um diese Primärbeziehungen erhalten zu
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können, fanden sie eine Erklärung, die ihre Eltern von jeglicher Schuld freispricht. Jana fühlte sich noch lange schuldig, wenn Menschen starben. Jana ist
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nach wie vor der Meinung, sie hätte die Schläge verdient, da sie beim Essen zum
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Fernseher geschaut hat. Sie legitimierte ihren Vater, der sie bei jedem Wetter
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um 7.00 Uhr morgens vor dem Hort abstellte: Er habe seine Ruhe gebraucht –
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vor ihr.
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Kinder wie Jana und Philipp verinnerlichen die Sichtweise und die
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Schuldgefühle der missbrauchenden Elternteile, um sich die Eltern
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als gute Eltern zu erhalten und auch um Subjekt des traumatischen
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Geschehens – subjektiv – zu bleiben. Diese Selbstbezichtigung entspricht der für die frühe Kindheit typischen Denkweise, der Ich-Bezogenheit aller Ereignisse, und sie entspricht auch der Denkweise
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traumatisierter Menschen jeden Alters. Die Selbstbezichtigung wird
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in der Regel von den traumatisierenden Bezugspersonen durch
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Schuldumkehr bewusst verstärkt. Philipp und Jana gehen heute und
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wahrscheinlich noch lange tief in ihrer Seele von der eigenen Mitverantwortung für die Gräueltaten, die sie überleben mussten, aus.
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Die Übernahme von Schuld hat lange, oft lebenslange Bedeutung:
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