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Vorwort
Wilma Weiß schreibt, dass die Leidensgeschichten von Kindern
und Jugendlichen, denen sie in stationären Wohngruppen begegnet ist, aber auch ihr Lebensmut, ihre Kraft und ihr Humor
sie veranlasst haben, dieses Buch zu schreiben. Sie stellt mit Jana
und Phillip zwei Jugendliche vor, die sie begleitet hat und deren
noch junge Lebensgeschichte sich wie ein roter Faden durch das
Buch zieht. Viele weitere Jugendliche tauchen auf, exemplarisch
wird an biografischen Ausschnitten verdeutlicht, was Pädagogik
und vor allem Traumapädagogik leisten können, wie sie für Klarsicht und Handlungsfähigkeit sorgen. Eine weitere Motivation
waren für Wilma Weiß Pädagog*innen, die mit Enthusiasmus und
Empathie Kinder wie Philipp und Jana begleiten, die sich durch
deren Lebensgeschichten „erschüttern lassen“ und unglaubliche
Kraft und Energie in die pädagogischen Beziehungen investieren.
Diese doppelte Perspektive auf die Kinder und Jugendlichen einerseits und die Fachkräfte andererseits macht eine große Qualität des
Buches aus. Nun liegt „der Philipp“ in einer überarbeiteten Fassung
vor und die Entwicklungen der letzten Jahre sind darin reflektiert
und integriert.
Es ist nicht leicht, eine Auswahl an Themen zu treffen, die
diesem Werk vorangestellt werden sollten. Zuerst ist da das Verständnis von Trauma, denn um Trauma geht es ganz zentral. Aber
Trauma eben nicht als „Seelenmord“ oder im Sinn von „für immer
geschädigt“ ein Sprachgebraucht der immer wieder die Presseberichterstattungen zu aktuellen Kinderschutzfällen dominiert in
dem hilflosen Versuch, die Schwere des gewaltförmigen Einbruchs
in die kindliche Entwicklung zu beschreiben. Bei Für Wilma Weiß
sind Traumata „herausfordernde Lebensumstände“. Damit wird
Trauma zu einem zwar schrecklichen, aber zu bewältigenden Lebensereignis, den Jugendlichen wird eine Perspektive zugestanden, ein
gutes Leben ist bei guter Begleitung und Unterstützung möglich.
Peter Mosser beschreibt diese Haltung: „Das Herausarbeiten von