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Die Entwicklung der traumapädagogischen Standards
• die institutionellen und personellen Voraussetzungen und • die interdisziplinäre Vernetzung. Deshalb wurden die traumapädagogischen Standards in einem Positionspapier für die pädagogische Praxis konkretisiert und zusammengefasst. Sie sollten einer möglichen Verflachung traumapädagogischer Konzepte in Form von isolierten Interventionen und Angeboten entgegenwirken und zu einer ausgedehnten reflektierten Professionalisierung der Heimerziehung beitragen. In einer Zeit, in der die Traumapädagogik durch vielfältige Fortbildungsangebote und Veröffentlichungen von immer mehr Fachkräften aus der Kinder- und Jugendhilfe entdeckt wurde, ergab sich die Notwendigkeit einer stärkeren Selbstdefinition. Auch die von einem starken Idealismus geprägte Idee eines Paradigmenwechsels in der Heimerziehung hin zu einer flächendeckend reflektierten verstehenden Pädagogik mit den notwendig unterstützenden Rahmenbedingungen leitete die inhaltliche Arbeit an den traumapädagogischen Standards.
Wirkung der traumapädagogischen Standards in der Kinder- und Jugendhilfe Nach der ersten Präsentation und Veröffentlichung der Standards auf einer Fachtagung in Mainz im Jahr 2011 und nach der Veröffentlichung des Praxisbuches im Jahre 2013 zu den Standards »Traumapädagogische Standards in der stationären Kinder- und Jugendhilfe« (Lang et al. 2013) nahm die Bekanntmachung und Verbreitung sowohl in Deutschland als auch in Österreich und der Schweiz ihren Lauf. Die Arbeitsgruppe stellt heute eine nennenswerte Anerkennung der traumapädagogischen Standards in den stationären Arbeitsfeldern der Kinder- und Jugendhilfe fest. Eine bedeutsame Wirkung der traumapädagogischen Standards besteht darin, dass sich zahlreiche Jugendhilfeeinrichtungen inhaltlich mit ihnen beschäftigen und eine verbindliche fachliche Orientierung darin suchen und finden. Nicht selten werden die darin beschriebenen institutionellen Standards als Vorlage für Neukonzeptionen für Wohngruppen genutzt. Auch in traumapädagogischen Fort- und Weiterbildungen gehören die Standards inzwischen zu verbindlichen Inhalten, die bereits mit einem hohen Selbstverständnis vermittelt werden. Desgleichen wächst das Interesse an der Traumapädagogik und an der Vermittlung der traumapädagogischen Standards an einigen sozialpädagogischen Ausbildungsstellen wie Fachschulen, Fachhochschulen und Universitäten. Seit einigen Jahren gibt es auch außerhalb des deutschen Sprachraums Interesse an traumapdädagogischen Entwicklungen. Orientiert an den traumapädagogi-