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Transgenerationale Weitergabe von Traumatisierungen
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tischen Erfahrungen der Eltern auftreten kann, beschreibt Faimberg darüber hinaus spezifische Aspekte einer solchen entfremdeten Identifizierung, wenn die Eltern mit einer gravierenden unverarbeiteten traumatischen Erfahrung belastet
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sind. Der Identifizierungsprozess umfasst dann die abgespaltene Geschichte des
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traumatisierten Elternteils: »In einem solchen Identifizierungsprozess verdichtet sich
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eine Geschichte, die partiell nicht zur Geschichte der Generation des Patienten gehört. […] Ebendiese Verdichtung bezeichne ich als ›Teleskopieren der Generationen‹ (Faimberg 2009, S. 25f.; Hervorhebung im Original).
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Über die narzisstische Liebe, die sich aneignet, was im Kind gut ist, wie insbesondere über den narzisstischen Hass, der die unerträgliche Geschichte intrusiv
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im Kind deponiert, welches nun dafür abgelehnt, aber gleichzeitig gebraucht wird,
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sind die Generationen eng verbunden, teleskopartig ineinandergeschoben. Erst
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ein Erkennen und ein Verstehen dieser Identifizierungsprozesse erlaubt eine
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Ent-Identifizierung über eine Rekonstruktion der historischen Bedingungen und
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Anerkennung als Teil einer Vergangenheit. So können sich die Generationengrenzen wiederherstellen und der Prozess einer neuen Identitätsfindung beginnen.
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Introjektion und Identifizierung
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Ein wesentlicher Aspekt zum Verständnis der spezifischen Übertragungsmechanismen muss dabei den aktiven Prozess seitens der traumatisierten Eltern berücksichtigen, der die von vielen Autoren beschriebenen Introjektions- oder Identifizierungsprozesse im Rahmen einer transgenerationalen Weitergabe gerade von
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traumatischen Erfahrungen der Elterngeneration auszeichnet. Ferenczi (1932) hat
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für die aktive Übertragung unerträglicher Gefühle seitens des übermächtigen Erwachsenen im Rahmen einer Missbrauchsbeziehung den Begriff der Intropression
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des Schuldgefühls des Erwachsenen ins Kind geprägt. Kestenberg (1982) spricht
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von »transgenerational transportation«, Volkan (2011) verwendet den Begriff des
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»depositing«, um die Not und das Drängende, das von den beteiligten Erwachsenen ausgeht, zu beschreiben. Im Gegensatz zu der allgemeinen bewussten wie auch
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unbewussten Weitergabe eines elterlichen psychischen Erbes zeichnet sich die Weitergabe traumatischer Erfahrungen durch den oft beinahe gewaltsamen, wenn auch
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unbewussten Druck zur Übertragung in die nachfolgende Generation aus, schon in
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der Art der Weitergabe so traumatische Erfahrungen reproduzierend.
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Rätselhafte Botschaften
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Eine andere Möglichkeit, den Vorgang der transgenerativen Weitergabe von Traumatisierungen zu verstehen, bietet sich im Anschluss an die allgemeine Verfüh-
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