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Kinder- und Jugendpsychiatrie: ein möglichst sicherer Ort durch traumapädagogische Haltungen
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handlung kann insbesondere die Kombination aus Psychotherapie und Milieutherapie, eine stress- und traumasensible sowie bedürfnis- und beziehungsorientierte
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Herangehensweise im Umgang mit akuten Krisensituationen und komplexen psychopathologischen Symptombildern von jungen Menschen in den entsprechenden Behandlungsinterventionen hilfreich sein (Kahmen et al. 2022).
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Klientel – Wer kommt in die KJP?
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Junge Menschen und deren (elterliche) Bezugspersonen, welche das Angebot der
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KJP in Anspruch nehmen, sind psychosozial hoch belastet und zum Zeitpunkt der
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Aufnahme meist akuten Stresssituationen sowie stark divergierenden Problemlagen ausgesetzt. Die Aufnahmen können je nach Setting unvorhersehbar und ungeplant stattfinden. Viele junge Menschen weisen potenziell traumatische Erlebnisse
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auf. Zudem haben sie meist frühkindliche Verletzungen und Bindungsabbrüche
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sowie eine große Anzahl an gescheiterten Hilfemaßnahmen und Hilfeabbrüchen
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erfahren (Schleiffer/Gahleitner 2010; Schmid et al. 2014; EQUALS 2017). Untersuchungen im Rahmen von Fremdplatzierungen zeigen, dass über 70 % der jungen
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Menschen mindestens ein traumatisches Ereignis erlebt haben (Schmid et al.
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2017). Insbesondere Misshandlungs- und Vernachlässigungserfahrungen spielen
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hierbei eine wichtige Rolle. Im Rahmen einer Kohortenstudie zeigte sich, dass
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über 50 % der befragten jungen Menschen mehr als eine Form der Misshandlungserfahrung erlebt haben und über 40 % von Missbrauch als auch Vernachlässigung berichten. Diese potenziellen Typ-II-Traumaerfahrungen können zu gravierenden Schwierigkeiten in der Emotions-, Selbst- und Beziehungsregulation
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sowie zu unterschiedlichen Diagnosen und entwicklungspsychopathologischen
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Folgen führen (Schmid et al. 2022).
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Das Klientel einer KJP umfasst aufgrund einer sozialpsychiatrischen Grundhaltung die gesamte Familie. Zum einen die jungen Menschen selbst, zum anderen
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ebenfalls deren (elterliche) Bezugsperson(en), Geschwister sowie Peers. Durch die
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Kombination der traumapädagogischen Grundhaltungen mit Fachwissen wird explizit sowohl das Klientel, die Fachpersonen als auch das institutionelle Setting
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gemeinsam adressiert. Das Gewahrsein, Verstehen und Versorgen der Dynamiken
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dieser unterschiedlichen Perspektiven vermag die Gestaltung eines möglichst sicheren Ortes für alle Beteiligten zu unterstützen.
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Die KJP als sicherer Ort
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Dem Konzept des sicheren Ortes (Kühn 2006; 2008) sowie seinen Aspekten von
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äußerer und innerer Sicherheit kommt im Rahmen einer KJP große Bedeutung zu.
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