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Die Wirkung vorheriger Generationen
• Die Mitarbeitenden haben ein eigenes Traumatogramm erstellt, sich in Selbsterfahrungssequenzen mit der eigenen Herkunftsfamilie auseinandergesetzt, kennen ihr eigenes Bindungsverhalten, und es hat eine Reflexion der traumatischen
Übertragung (Gegenreaktion) stattgefunden.
Die Berücksichtigung der beschriebenen Standards verleiht den Mitarbeitenden
ein hohes Maß an Sicherheit während der gemeinsamen Reise mit den Familien.
Eine Sicherheit, die vor dem Hintergrund der Tatsache, dass wir uns in hoch verunsicherten Systemen bewegen, von ausschlaggebender Bedeutung ist. Sie ist notwendig, um in Krisen Halt geben zu können. Es geht darum, mit der Familie die in
den Familienmitgliedern schlummernden Lösungen zu finden, um die bestehenden Überlebensstrategien und Verhaltensmuster selbst- und umgebungsverträglicher zu gestalten.
Die Wirkung vorheriger Generationen
Wir arbeiten im »Hier und Jetzt« viel mehr an den Themen der Vergangenheit, als
an den Themen der Gegenwart. Uns begegnen Menschen, deren Verhalten nicht
nur durch selbst Erlebtes, sondern in hohem Maße durch das Erlebte vorheriger
Generationen erklärbar wird. Als Nachkommen einer Generation, die an einem
Krieg teilgenommen hat, wissen wir um die Existenz der Botschaften, die uns in
der Regel nonverbal erreicht haben. Die transgenerationale Weitergabe tiefer Gefühle und Aufträge an die nachfolgenden Generationen beschäftigt Einzelne und
Systeme sehr Energie zehrend und wird im gegenwärtigen Alltag oft als hoch belastend erlebt. Es existiert eine Verwobenheit der Generationen, die es möglich
macht, in verbaler und nonverbaler Form Erlebtes mit all den damit verbundenen
Gefühlen weiterzugeben. Faimberg (2009) veranschaulicht die innerpsychische
Verflechtung der Generationen mit dem Begriff »Telescoping«.
Diese Form der Sicht verdeutlichen die fehlende Trennschärfe und Differenzierungsmöglichkeit zwischen den Generationen, zeigen die direkte Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Verarbeitetes und nicht verarbeitetes Erleben kann durch diese Verbindung ungefiltert das Erlebte mit all den damit
verbundenen Emotionen weitergeben und somit sowohl lebensfördernd als auch
lebensbehindernd Wirkung zeigen. Die Wirkung nicht bearbeiteter, traumatischer
Erlebnisse hält sich über mehrere Generationen. Die Aufarbeitung hingegen bietet
die Chance der Unterbrechung und kann durch die Erfahrung korrigierender Bindungen Bindungskonzepte verändern.
Da Menschengeschichten »ansteckend« sind, lohnt es sich, Wert auf Faktoren
zu legen, die eine mögliche »Infizierung« minimieren. Daher ist es unabdingbar,
dass die Beratenden in der Arbeit mit traumatisierten Systemen eine intensive
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