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Traumapädagogische Ansätze in der stationären Kinder- und Jugendhilfe
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Anforderungen an den pädagogischen Alltag
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Traumafolgestörungen und komplexe Störungsbilder führen zu vielfältigen pädagogischen Problemen, die für die psychosozialen Fachkräfte tagtäglich große Herausforderungen darstellen. Wird das schwierige Verhalten der Kinder und Jugendlichen jedoch als erlernte Bewältigungsstrategie betrachtet, kann der pädagogische
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Alltag im Sinne der Annahme des guten/gewichtigen Grundes (Weiß 2024, S. 77
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u. 80; Bausum/van Mil/Basedow/Hoffart 2023) genutzt werden, um aus diesem
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Verständnis heraus alternative Beziehungs- und Wirklichkeitserfahrungen zu ermöglichen. Einen geeigneten Rahmen für neue, alternative Lebenserfahrungen, in
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dem biografische Verletzungen schonend aktualisiert und innerhalb eines »sicheren Orts« (Kühn 2009/2023; Lang 2009/2023) veränderbar werden können, bietet
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das »therapeutische Milieu« (Böhnisch 1997/2023; Mollenhauer 1994; Winkler
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1999). Darunter ist jedoch nicht die Therapeutisierung des Alltags zu verstehen,
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sondern eine Konzeption, die das heilsame beziehungsweise förderliche Geschehen im natürlichen Lebensalltag der Kinder und Jugendlichen ansiedelt. Demnach
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haben alle Faktoren in der Lebensumwelt des Kindes pädagogische und therapeutische Auswirkungen (Gahleitner in diesem Band).
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Ein fachkompetenter Umgang mit multidimensionalen Problemkonstellationen
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erfordert also fachgerechtes Verstehen auf der einen und Unterstützungsbewältigung für den Alltag auf der anderen Seite. Fachgerechtes traumapädagogisch-diagnostisches Verstehen (Gahleitner/Weiß/Basedow in diesem Band; Andreae de Hair
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et al. 2022) erfordert jedoch zunächst eine angemessene Grundhaltung. Eine traumapädagogische Haltung wiederum beruht einerseits auf der Vermittlung von
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fachspezifischem Wissen, wie bindungstheoretischen und psychotraumatologischen Grundlagen, und andererseits auf einem reflektierten Umgang mit den erlebten Erfahrungen der Kinder und Jugendlichen (z. B. Übertragung und Gegenübertragung, Verständnis über eigene Reaktionen, Selbsterfahrung). Einen wichtigen
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Stellenwert nimmt dabei auch die Förderung von Fertigkeiten ein, die komplex
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traumatisierte Menschen nicht erlernen konnten. Weiß (2023; Weiß zum Thema
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Selbstbemächtigung in diesem Band) spricht hier von Selbstbemächtigung und
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postuliert, dass Personen, »die sich ihrer selbst bemächtigen, […] zu aktiv handelnden Akteuren, die sich ein Mehr an Selbstbestimmung, Autonomie und Lebensregie erstreiten« (Weiß 2023, S. 148), werden (zum aktuellen Entwicklungsstand der
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traumapädagogischen Kernkonzepte »Sicherer Ort«, »Selbstbemächtigung« und
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»Pädagogisch-therapeutisches Milieu« vgl. van Mil/Basedow/Bausum 2023 sowie
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Beiträge in diesem Band)
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Um traumatisierten Mädchen und Jungen jedoch Selbstbemächtigung zu ermöglichen, braucht es professionelle Unterstützung seitens der psychosozialen
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Fachkräfte. Mitarbeiter*innen sind somit »nicht nur gefordert, über klinische
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Kenntnisse zu verfügen, sondern zusätzlich, diese für ihre Berufspraxis kritisch zu
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