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Milieutherapeutische und -pädagogische Konzepte
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Alltagsthemen erleichtern und die eigenen Fähigkeiten und Möglichkeiten, die realistisch erreichbar sind, entwickeln helfen. Über diesen, aber auch den gesamten
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Zeitraum hinweg ist die Integration des sozialen Umfeldes in die Betreuung unabdingbar, als Unterstützung für den Bewältigungsprozess und als prophylaktischer
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Schutz gegen Reviktimisierungen und sekundäre Traumatisierungen. Die engmaschige Zusammenarbeit und Vernetzung erfährt bei jedem Einzelfall eine individuelle Ausgestaltung.
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Schlussgedanken
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Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass ein pädagogisch-therapeutisches
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Milieu im Alltag hergestellt wird durch (vgl. auch Gahleitner 2021):
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• Heilung durch Beziehung und Verstehen
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• aufrichtige Begegnung
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• dialogisches Grundverständnis
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• pädagogisch-therapeutischer Einfluss der Gruppe
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• heilsame Aspekte der Umwelt und des Umfeldes
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›Pädagogisch-therapeutische Milieuarbeit‹ hat – wie Traumapädagogik insgesamt – die Aufgabe, Kinder und Jugendliche inmitten ihres alltäglichen Lebensumfeldes (Schulze 2011) in ihren Bewältigungsversuchen zu unterstützen. Auf
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diese Weise für Kinder in jeder Altersstufe Möglichkeiten und Veränderungsräume zu schaffen, Fertigkeiten wie Körperwahrnehmung, Selbstwirksamkeitserwartungen, soziale Kompetenz sowie Emotions- und Sinneswahrnehmungsfähigkeiten bzw. -regulationsfähigkeiten (vgl. Schmid 2010) zu erlernen, stellt eine große
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Chance für die weitere Entwicklung dar. Veränderungsrelevanz allein nur traumakonfrontierenden psychotherapeutischen Verfahren zuzuweisen, greift damit zu
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kurz. Das ist auch in therapeutischen Kreisen, die sich viel mit Komplextrauma
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befassen, seit geraumer Zeit bekannt (Reddemann/Sachsse 2000; Weinberg 2020;
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Steinhage 2007).
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In sinnvoller Kooperation (siehe Gahleitner/Homfeldt in diesem Band) kann
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für betroffene Kinder und Jugendliche ein umfassendes Hilfespektrum entstehen.
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Voraussetzung jedoch ist, dass – entlang der Überlegungen pädagogischer und
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therapeutischer Milieukonzepte – die Gedanken und Gefühle Traumatisierter auf
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die beschriebene Weise professionell diagnostiziert, verstanden und angenommen
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werden. Der Prozess beginnt also bereits bei der Diagnostik. Nur ein mehrdimensionales, interdisziplinäres Vorgehen kann ein kontext-, bindungs- und traumasensibles Verständnis ermöglichen (siehe Gahleitner/Weiß in diesem Band). Inzwischen wurden an verschiedenen Stellen dazu Modelle vorgelegt (an einem
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Fallbeispiel Gahleitner 2021; Gahleitner et al. 2014b).
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