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Unterstützung für Mädchen und Jungen bei häuslicher Gewalt
Gewalt konfrontiert. Nicht zuletzt deshalb wurde die Situation der betroffenen Kinder bereits im ersten Konzept zum Aufbau eines Autonomen Frauenhauses berücksichtigt. „Die Arbeit mit den Kindern ist ein wesentlicher Bestandteil der Frauenhaus-Arbeit. Die Kinȱȱȱȱěǯȱȱȱȱȱȱ §ȱȱ£ȱ đȱȱȱ ȱȱȱ£ȱĴȱȱȱûȱ die Kinder. Die Betreuung der Kinder durch Mitarbeiterinnen kann nur in Ausnahmefälȱ §ȱ ǯȱ ȱ ȱ ȱ ȱ ȱ ȱ §ȱ ûĴȱ tungen des Territoriums. Ansonsten unterstützen sich die Bewohnerinnen gegenseitig bei ȱȱȱ ǯȃǻDZȱǮ £ȱ£ȱĠȱȱȱȃDZȱ Verein zum Schutz physisch und psychisch bedrohter und misshandelter Frauen und deren Kinder“, Berlin 1990)
Frauen und Kinder erleben die Gewalterfahrung und die Trennung vom Vater, den Gang ins Frauenhaus ganz spezifisch, das heißt auch unterschiedlich. Deshalb waren wir von Anfang an bemüht, ein eigenständiges Konzept für die Arbeit mit Kindern zu entwickeln, das sich an ihren speziellen Bedürfnissen und Gewalterfahrungen orientiert. Eine der Kernfragen, die bei der Ausarbeitung des Konzeptes eine wesentliche Rolle spielte, lautete: „Wie können die Mädchen und Jungen entlastet werden?“ Entlastet von der Verantwortung gegenüber der Mutter und jüngeren Geschwistern; entlastet von dem Gefühl, an der Gewalttätigkeit des Vaters schuld zu sein; entlastet davon, eine Partnerrolle der Mutter gegenüber einnehmen zu müssen; entlastet von ihrem eigenen Kummer über die Trennung; entlastet von ihrer Ohnmacht und Wut; entlastet von der Angst um die Mutter. Erfahrungen der bereits in der BRD bestehenden Frauenhäuser aufgreifend, wurde von Anfang an ein eigenständiges Team mit Erzieherinnen und Sozialpädagoginnen gebildet. Die Mitarbeiterinnen des Kinderbereichs hatten ihre eigenen Teamsitzungen, besuchten eigene Fortbildungen und organisierten sich Fallsupervisionen. Für die pädagogische Arbeit mit Mädchen und Jungen wurden speziell ausgestattete Räume im Frauenhaus bereitgestellt. Darüber hinaus mieteten wir ein Objekt außerhalb des Frauenhauses an, um hier die Gruppenangebote für die Kinder zu realisieren. In dieser ausgelagerten Einrichtung hatten die Mädchen und Jungen die Möglichkeit, ungestört und unabhängig vom Einfluss der Mütter bedürfnisadäquate Spiel-, Sportund Kreativangebote zu nutzen. Inhaltlich war unser pädagogisches Konzept unter Berücksichtigung der hohen Fluktuation von einer an der Krise orientierten, altersgemäßen und geschlechtsspezifischen Kurzzeitpädagogik geprägt, die im Laufe der Jahre ausdifferenziert wurde. Sie umfasste Erstgespräche mit Kindern, Gespräche zur Aufarbeitung der Gewalterfahrung, verschiedene, an die wechselnde Altersstruktur angepasste Gruppenangebote und Kinderhausversammlungen, Freizeitangebote sowie Betreuung einzelner Kinder bei zeitweiliger Abwesenheit der Mutter. Daneben setzten wir erste konzeptionelle Überlegungen für die geschlechtsspezifische Arbeit mit Mädchen um.