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Für die Ausbildung anderer Fertigkeiten bleibt aus dieser Sicht wenig Platz. Jugendliche, die bereits früh Selektionsund Allokationszwänge voraussehen, sehen sich in der Zwickmühle zwischen Mitmachen und Aussteigen. Sie stehen unter Druck und haben ihren Horizont notwendig eingeschränkt. Das ist aus gesellschaftlich gesehen irrational, obwohl es aus der Perspektive der Handelnden durchaus rational ist. Und genauso ist es umgekehrt. Irrationale Muster können heute rational sein. Die Jugendliche könnte sich gegen Konkurrenz entscheiden und auf Verzicht setzen. Verzicht zum Beispiel auf Karriere, Urlaubsflüge, lange Ausbildungszeiten und Konkurrenz. In gewisser Hinsicht ist das vor dem Hintergrund globaler Probleme vielleicht eine ganz rationale Strategie. Nun bekommen diejenigen, die sich für so etwas entscheiden, nicht unbedingt in dieser Weise aus ihrer Umwelt mitgeteilt, dass sie sinnvoll handeln. Das Gegenteil ist der Fall. Der Rechtfertigungsdruck in Familie und Umfeld ist so hoch, dass sie nur in kleinen, selbst gewählten Gemeinschaften eine Möglichkeit haben zu existieren. Indem die Sozialisationsforschung daran mitwirkt und Kategorien für gelingende und nicht gelingende Biografien aufstellt, ist sie auch an der Normierung von Lebensläufen beteiligt und entscheidet mit über die Bewertung von »Rationalität« und »Irrationalität« von Lebensführungen. Hier stellt sich auch die Frage der praktischen Anwendbarkeit der Erkenntnisse der Sozialisationstheorie. Übersetzt heißt dies: Es muss ein Blick aufs Ganze der gesellschaftlichen Entwicklung geworfen werden. Was als gelingende oder misslingende Form der Lebensgestaltung gesehen wird, muss in der Sozialisationsforschung mit verhandelt werden. Erkenntnisse über Sozialisation praktisch machen
Sozialisationstheorie in der hier vorgestellten Form kann ein wichtiges Instrument sein, um über den analytischen