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den Prozess der Sozialisation sind dafür besonders geeignet, weil damit die Kompetenzen der Gesellschaftsmitglieder beeinflusst werden können. Je früher im Lebenslauf unterstützende und ausgleichende Interventionen einsetzen, desto eher können sie ungleiche Ausgangsbedingungen für die Persönlichkeitsentwicklung überwinden helfen. Beispiele dafür existieren heute bereits vielfach, vor allem, um Toleranz in Fragen der Geschlechtervielfalt zu fördern (Mayerhoffer 2018). Die Bedeutung früher Förderung

Frühe Förderung gegen soziale Ungleichheiten, ist eine viel gehörte Forderung. Aber wie? Der Unterstützung von Eltern bei der Betreuung und Erziehung ihrer Kinder und ihrer Kooperation mit den vorschulischen Erziehungs- und Bildungsangeboten kommt hierbei zweifellos eine besonders wichtige Rolle zu (Brake/Büchner 2010). Chancengerechtigkeit setzt aber auch voraus, jedes Kind unabhängig von den Merkmalen wie Herkunft, Prestige und Vermögen der Eltern, Wohnort, Religionszugehörigkeit, Hautfarbe oder politischer Einstellung gezielt individuell zu fördern. Länder, die ein breit ausgebautes System von vorschulischen Einrichtungen mit geschultem Personal zur individuellen Leistungs- und Sozialförderung der Kinder haben, sind im internationalen Vergleich bisher am besten in der Lage, das Ausmaß der schicht- und migrationsspezifischen Ungleichheit der Verteilung von Bildungsabschlüssen zu reduzieren. Wie deutlich wird, hat Deutschland in dieser Hinsicht immer noch einen Nachholbedarf. Der diesem Zielhorizont korrespondierende CapabilityAnsatz (Otto/Ziegler 2009) entwickelt das Spannungsverhältnis zwischen individuellen Verwirklichungschancen auf der einen und Chancenstrukturen, die gesellschaftlich zu Verfügung gestellt werden, auf der anderen Seite. Im Zuge dieser