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Raw Blame History

Es kann also nicht genau gesagt werden, wie Ungleichheiten wirken, weil die individuelle Mischung unterschiedlicher Erfahrungen mit Ungleichheit und dem dazugehörigen Modus der produktiven Realitätsverarbeitung, der auch den Umgang mit Belastungen reguliert, nicht voll verstanden ist. Aus einer Perspektive, die nicht auf das einzelne Individuum, sondern auf die großen Zahlen der Statistik schaut, lassen sich dagegen Folgerungen formulieren. Hiernach ist deutlich, dass im weiteren Verlauf des Lebens die Startunterschiede für die Persönlichkeitsentwicklung nur in den seltensten Fällen ausgeglichen werden. Bei der Mehrheit der Kinder kommt es vielmehr zu einer Verstetigung und ständigen Verstärkung des einmal eingeschlagenen Pfades der Persönlichkeitsentwicklung. Den sekundären Sozialisationsinstanzen gelingt es nur bei einem kleinen Teil der Kinder aus den sozial benachteiligten Familien, die Weichenstellungen des Elternhauses so zu verändern, dass die fehlende Nähe zum kulturellen Kapital, was sich als Rückstände in der Leistungs- und Kompetenzentwicklung bemerkbar macht, in der Förderung ausgeglichen werden können. Auch die tertiären Sozialisationsinstanzen verstärken in der Regel die bereits vorhandenen Ungleichheiten, weil um nur ein Beispiel zu nennen Freizeit- und Medienangebote mit den bereits durch die Familie geformten Einstellungs-, Wahrnehmungs- und Fähigkeitsunterschieden und damit zusammenhängenden Verhaltenserwartungen aufgenommen werden. Der »soziale Habitus« ist mithin meist schon so stark ausgebildet, dass er sich gewissermaßen immer wieder selbst reproduziert. Ungleichheiten wirken ungleich und nicht immer direkt

Bei der Mehrzahl der Kinder aus privilegierten sozialen Bevölkerungsgruppen kommt es auf diese Weise zu einer