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hierzu einmal der analytischen Differenzierung, die der österreichische Pädagoge Helmut Fend (geb. 1940) vornimmt. Er unterscheidet hierbei vier Dimensionen bzw. Aufgaben der Schule als Sozialisationsinstanz (hierzu Fend 2008):
- Die Funktion der Leistungsorientierung: Die erste Funktion der Einführung in die vorherrschenden gesellschaftlichen Werte der Leistungsorientierung wäre der Sozialisationsinstanz Familie nicht möglich, weil sie zu sehr auf harmonischen und gefühlsmäßigen persönlichen Beziehungen aufbaut. In der Schule aber sind die Beziehungen rollenbetonter und distanzierter. Hier werden vom ersten Tag an Leistungen unter Wettbewerbsbedingungen gefordert und mit Zensuren und Zeugnissen sowie permanentem Loben und Tadeln bewertet und eingestuft. Auf diese Weise wird den Kindern vermittelt, wie man in einer Gruppe einen sozialen Status erwirbt und verteidigt. Sie lernen zugleich nachzuvollziehen, dass allein die individuelle Leistung nach vorab definierten Kriterien der Ausgangspunkt für den Erwerb eines Status ist, und werden darin eingeübt, einen gerechten Wettbewerb durchzuhalten und die Ergebnisse als legitim hinzunehmen. Damit wird über die schulische Sozialisation der gesellschaftliche Wert der Chancengleichheit vermittelt. Da formal alle Kinder die gleiche Ausgangssituation haben, werden hiermit zugleich die ungleichen Leistungsergebnisse legitimiert, besonders bei denjenigen, die schlecht abgeschnitten haben und deshalb zu den Verlierern im Wettbewerb gehören.
- Die Funktion der Selektion: Hieraus ergibt sich die zweite Sozialisationsfunktion, die Vorbereitung und