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Norm eines akademischen Habitus darstellen. Auch nicht, dass am Wochenende einen Kurztrip nach Berlin gemacht wird, um endlich mal die Museumsinsel besuchen zu können. Eine Leitfrage muss darum gestellt werden. Hat erfolgreiche Bildung immer etwas mit einem bestimmten Bildungsideal zu tun, an dem erfolgreiche Bildungsprozesse bemessen werden? Diese mit dieser Frage verbundene Denkfigur ist wichtig, sie lässt sich weiter ausformulieren. Denn: Bildungsnähe und Bildungsferne werden von bestimmten Standards abhängig gemacht, die nicht konstant sind, sich demnach auch verändern. Dennoch aber wird angenommen, es existiere so etwas wie eine Konstante des richtigen Zugangs zu Bildung, der Bildungsaneignung und des Umgangs mit Bildung. Das aber, was hinter diesen Prozessen der Wahrnehmung und Bewertung von Bildungspraktiken steckt, bleibt häufig unbemerkt. Es ist ein Prozess der Anziehung und Abstoßung. Das, was das Gourmetrestaurant ist, könnte auch die Schule sein. Die einen sind habituell angepasst, die anderen nicht. Ein weiteres Beispiel zu diesem Aspekt, der Besuch einer Kollegin im Hochschulbereich: Der erste Blick fällt auf das Bücherregal, am besten eine Antiquität, vornehmlich ein Gegenstand vom Flohmarkt. Groß, sichtbar, Mittelpunkt der Wohnung, von außen durch die Fenster auch für alle, die nur vorbei gehen, zu erkennen. Der Fernseher so klein wie möglich, kein Flachbildfernseher. Das gesamte kulturelle Kapital wäre mit einem Schlag entwertet, würde sich die Kollegin als Konsummensch entpuppen, es sei denn, sie kann es als Interesse an der Medienforschung ausgeben. Am besten aber noch immer gar kein Fernseher. Den Apparat im Schrank zu verschließen, ist indes nicht mehr modisch in den Bildungsmilieus, das wirkt spießig. Die Küche ist der zentrale Wohnort. Man kocht gerne, kein Fast-Food, sondern vegan oder mindestens vegetarisch. Im akademischen Feld wird ein ganz bestimmter kultureller