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Basil Bernsteins Soziolinguistik
In diesem Sinne ist auch der Bezug auf eine Unterscheidung des Soziolinguisten Basil Bernstein (1924– 2000) immer noch aktuell, die ebenfalls bereits rund 50 Jahre alt ist. Bernsteins Unterscheidung in einen »restringierten« und einen »elaborierten« Sprachcode, der die schulische Leistungsbereitschaft beeinflusst, kann als Beispiel dienen. Bernstein war Bildungsforscher, Linguist und Sprachsoziologe. Seine soziolinguistische Forschung schließt an Erkenntnisse zu sozial bedingten Ungleichheiten im Sprachgebrauch an und beschreibt die schichtspezifische Verwendung unterschiedlicher Sprachcodes (hierzu noch einmal in Anlehnung an Bauer 2012, wo die Wirkung von Sprache in der Schule beschrieben wird). Bernstein (1972a, b, 1977) vertritt die Annahme, dass sich bildungsnahe und bildungsferne Schichten durch ihren Sprachcode unterscheiden. Er differenziert dabei einen restringierten (eingeschränkten) von einem elaborierten (erweiterten) Sprachcode. Der restringierte Sprachcode steht für ein geringes Sprachniveau, der elaborierte für das hohe Niveau. Bernsteins eigene Untersuchungen mit Bildergeschichten, die von Kindern nacherzählt werden, unterlegen diese Unterschiedlichkeit im Sprachgebrauch, die zu einem unterschiedlichen Grad der Passung an Sprachanforderungen in der Schule führen. Im Folgenden zeigen dies zwei Beispiele für den »elaborierten« und »restringierten« Sprachcode auf.
»Drei Jungen spielen Fußball und ein Junge schießt den Ball und er fliegt durch das Fenster der Ball zertrümmert die Fensterscheibe und die Jungen schauen zu und ein Mann kommt heraus und schimpft mit ihnen weil sie die Scheibe zerbrochen haben also rennen sie fort und dann