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aushandeln. Im Unterschied zum autoritären Stil sollen nicht die Erwachsenen die Beziehung dominieren, sondern sie sollen sich mit ihren Kindern über ihre Erziehungsziele austauschen, ihre Bedürfnisse anzeigen und dann über das Vorgehen abstimmen. Der »autoritativ-partizipative« Stil ist schon begrifflich eine Neuschöpfung. Autoritativ bedeutetet nicht etwa autoritär, sondern ist eine neue terminologische Variante, die auf die Entwicklungspsychologin Diana Baumrind (1971) zurückgeht und die Vermittlung von Autorität und Permissivität beinhaltet. Der partizipative Aspekt ist dagegen erste heute wirklich berücksichtigt worden. Er fokussiert darauf, dass Erziehung ohne eine gute Beziehung zwischen Eltern und Kindern nicht möglich ist. Jede Beziehung ist eine Interaktion, die auf Gegenseitigkeit beruht, auch wenn die Alters- und Kompetenzunterschiede groß sind. Erziehung wird als die gemeinsame Absprache und das Aushandeln von Umgangsformen und Regeln mit Begründung und Erläuterung gestaltet und dabei angepasst an die jeweilige Entwicklungsstufe der Kinder. Auf diese Weise erreichen die Eltern am ehesten die von ihnen angestrebten Ziele der Selbstständigkeit, Leistungsfähigkeit und sozialen Verantwortlichkeit ihrer Kinder. Sie unterstützen die Kinder beim Aufbau ihrer Kompetenzen für die Bewältigung lebenslaufspezifischer Herausforderungen der Realitätsbewältigung, für das Ausgleichen von Individuation und Integration und das Entfalten einer IchIdentität. Die Kombination von Anerkennung, Anregung und Anleitung
Will man den wissenschaftlichen Begriff des autoritativpartizipativen Erziehungsstils pädagogisch veranschaulichen, kann auf das Bild eines Zieldreiecks der Erziehung mit den drei Polen der Anerkennung, Anregung und Anleitung eines Kindes zurückgegriffen werden.