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In den traditionell ausgerichteten bürgerlichen Kleinfamilien, die bis in die 1980er Jahre hinein zahlenmäßig vorherrschten, waren Familienrollen an eine festgelegte Auslegung gebunden. Die Rolle der Mutter war durch die Verantwortung für die Gesamtheit der innerfamiliären Beziehungen einschließlich der Haushaltsführung und der Erziehung der Kinder charakterisiert, während die Erwerbstätigkeit und damit die Verantwortung für die wirtschaftliche und finanzielle Sicherheit sowie die Sicherung des sozialen Status allein dem Vater oblag. Diese Rollenmuster wurden bewusst an die Kinder weitergegeben. Die Tochter wurde also auf die spätere Rolle als Hausfrau, der Sohn auf die des Broterwerbers der Familie vorbereitet. Damit gingen feste Erwartungen an das soziale Verhalten und die Bildungslaufbahn einher. Heute ist, wie schon erwähnt, in der Mehrzahl der Familien, die sich nicht mehr notwendig am Modell der traditionellen bürgerlichen Kleinfamilie ausrichten, die Arbeitsteilung zwischen Müttern und Vätern aufgelockert oder ganz aufgehoben. Die Geschlechtsrollen können freier und vielfältiger ausgestaltet werden als in der traditionellen bürgerlichen Kleinfamilie. Auch die Generationenbeziehungen haben sich gelockert, weil Kindern bei der Gestaltung ihres täglichen Lebens viel mehr Rechte und Freiheiten eingeräumt werden als noch vor ein bis zwei Generationen. Dieser Gewinn an Gestaltungsspielraum für Geschlechtsund Generationenrollen verschafft vielfältige Verhaltensoptionen. Je stärker eine Familienform von dem viele Generationen vorherrschenden Modell der traditionellen Rollenzuweisung abweicht, desto höher sind die Anforderungen an eine kreative und flexible Gestaltung im Familienalltag. Besonders deutlich wird das in den EinEltern-Familien. Dort ist in der Mehrzahl der Fälle die Rolle Vater und bei einem Fünftel der Familien die Rolle Mutter nicht besetzt. Damit fehlt vielen Kindern ein konkretes