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ausgedehnt werden kann. Daher stehen perspektivisch betrachtet nicht allen Angehörigen der jungen Generation Arbeitsplätze zur Verfügung. Das Resultat ist, dass ein großer Teil der Jugendlichen einen sehr späten oder gar keinen Zugang zum Erwerbsleben findet. Im Erwerbsleben werden, vor allem in den neuen Dienstleistungsbranchen, außerdem oft nur zeitlich befristete Arbeitsverträge angeboten, die es schwierig oder sogar unmöglich machen, eine Familie zu gründen. 2. Die Wünsche und Perspektiven für die private Lebensführung haben sich verändert. Das gilt insbesondere für die große Gruppe arbeitender Menschen, die über Generationen hinweg mit geringer formaler Schulbildung in den manuellen Berufen im produktiven Sektor tätig waren. Zum einen fehlen heute viele dieser Berufsfelder, zum anderen hat die Bildungsexpansion zu einer erhöhten Aufstiegsmobilität dieser sozialen Milieus geführt, so dass die Erwartungen an den eigenen Lebenslauf nicht mehr auf das Zusammenspiel von geringer Bildung, geringem Einkommen und abhängiger Beschäftigung reduziert werden kann. In Hinsicht auf die Lebensplanung kann heute für Menschen in den hoch entwickelten Dienstleistungsökonomien Ländern behauptet werden, dass sie mehrheitlich nach Entfaltung ihrer individuellen Fähigkeiten streben. Dabei spielen Geschlechterdifferenzen ein viel geringere Rolle als in früheren Zeiten. Heute wollen nur noch wenige Frauen und Männer gemäß der noch 1950 als selbstverständlich erscheinenden Arbeitsteilung leben, die mit der Normal-Biografie verbunden war. Immer mehr Frauen, auch Mütter, streben nach einer Beteiligung am Erwerbsleben. Weil sie dafür ebenso wie die Männer eine lange Ausbildung durchlaufen müssen, verzögert sich die Familiengründung oftmals.