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eigenen Entwicklung von Richard L. Lerner und der Salutogenese von Aaron Antonovsky (das noch vorgestellt wird) haben zu diesen Erkenntnissen Beiträge geleistet. Diese Theorien legen Wert auf die Analyse der einem Menschen zur Verfügung stehenden Ressourcen. Dazu gehören die individuellen Handlungs- und Kommunikationskompetenzen, die Basisfähigkeiten des Rollenhandelns und die kreativen Potenziale des flexiblen Handelns ebenso wie das Ausmaß von Unterstützung und Hilfestellung der sozialen Umwelt. Neben individuellen Bewältigungskompetenzen (»personalen Ressourcen«) sind immer auch Unterstützungsleistungen aus der sozialen Umwelt (»soziale Ressourcen«) notwendig. Die Bedeutung personaler und sozialer Ressourcen
Ein Mangel an personalen und sozialen Ressourcen führt zu einem Zustand von Schutzlosigkeit, der als Vulnerabilität (also Verletzlichkeit), bezeichnet werden kann. Dieser Zustand entsteht zum Beispiel bei kritischen Lebensereignissen wie Unfällen, Todesfällen und schweren Erkrankungen in einer Familie (Filipp/Aymanns 2009). Unter diesen Umständen wird es schwierig, eine an und für sich anstehende Entwicklungsaufgabe wie etwa die Erbringung schulischer und beruflicher Leistungen aufrechtzuerhalten. Die Ressourcen werden vollständig durch das kritische Ereignis absorbiert. Treffen diese Ereignisse auf Menschen in benachteiligten Lagen, dann kann die Kapazität der Bewältigung vollständig erschöpft werden, weil zum Beispiel die »doppelten Netze« fehlen, um beispielsweise Einkommensausfälle, Mehrbelastungen und Mängel an Zuwendung kompensieren zu können. Meist kommt auch noch die Unfähigkeit hinzu, sich in geeigneter Weise institutionelle Hilfeangebote zu erschließen. Ein Beispiel hierzu aus der Familienforschung: Im Falle der schweren Erkrankung eines Elternteils übernehmen oft die Kinder umfängliche Pflege-, mithin elterliche Aufgaben.