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Reaktion, die das Ziel hat, die Anforderungen zu meistern und zu bewältigen. Ein Mindestmaß an »Stress« im Sinne von aktiven Herausforderungen für die menschliche Anpassungsfähigkeit wird positiv bewertet (Selye 1984). Befindet sich ein Mensch allerdings ständig in Alarmbereitschaft, dann wird aus dem positiven Stress ein »Dystress« mit negativen Konsequenzen für die weitere Persönlichkeitsentwicklung. Die ursprünglich auf rein physiologische Mechanismen ausgerichtete Stresskonzeption von Selye wurde Zug um Zug um psychische Dimensionen und die Analyse der Mechanismen der Bewältigung kritischer Lebenssituationen erweitert. Heutige Stress- und Bewältigungstheorien gehen von der Annahme aus, dass auch in hochzivilisierten Gesellschaften Menschen wegen ihrer ererbten Grundausstattung an Körper und Psyche noch immer mit der gleichen archaischen Spontaneität wie in den Frühstadien der menschlichen Entwicklung reagieren, und zwar überwiegend mit Mechanismen, die sich der direkten Kontrolle des Menschen entziehen. Typisch für heutige Gesellschaften ist aber, dass eine urtümliche, spontane Spannungsabfuhr in Form von Flucht oder offenem Kampf meist nicht möglich ist. Soll es nicht zu destruktiven Reaktionen wie Gewalt, Selbstaggression, Depression und Drogenkonsum kommen, ist deshalb eine bewusste Analyse der Spannungspotenziale und eine Entwicklung wirksamer Bewältigungskompetenzen notwendig. Aufbauend auf dieser Grundidee haben Lazarus und Folkman (1984) in ihrer »transaktionalen Stresstheorie« großen Wert auf die subjektive Einschätzung und Bewertung von belastenden Ereignissen gelegt. Nach dieser Theorie wird jedes Ereignis von verschiedenen Menschen auf unterschiedliche Weise wahrgenommen. Die Schwere und Bedeutung einer externen Belastung hängt davon ab, wie ein Mensch diese individuell einschätzt und