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Raw Blame History

man Belege für die Theorie der klassischen Konditionierung. Diese wurde dann später zur Theorie der operanten Konditionierung ausgearbeitet (Lernen durch Belohnung). Skinner (1973) entwickelte auf dieser Basis Konzepte des instrumentellen Lernens, wobei der Lehrstoff in kleine und leicht zu lösende Aufgaben aufgeteilt wurde, die systematisch aufeinander abgestimmt waren und nacheinander gelöst werden mussten. Nicht in allen Fällen handelt es sich beim Lernen um einen bewussten und in der Wahrnehmung reflektierten Vorgang. Es kann auch ein mechanisches und assoziatives Reagieren darunter fallen, was besonders für das nachahmende, imitative Lernen gilt, wie es vor allem beim Erwerb von Sprache, Werthaltungen, Gewohnheiten und sozialen Normen vorherrscht. Lernen kann mit einer Absicht geschehen, also intentional sein, es kann aber auch ohne Aufforderung und ohne eine besondere zugrunde liegende Motivation erfolgen (inzidentelles Lernen, vgl. Ulich 1991). Lerntheorien folgen der konzeptionellen Idee, das Verhalten eines Menschen sei durch Impulse aus der Umwelt fast beliebig beeinflussbar. Der Begriff »Lernen« bezeichnet Aktionen und Aktivitäten von Menschen, um durch eigene Anstrengung und teilweise auch durch mechanische Anpassung an Umweltgegebenheiten bestimmte Kenntnisse und Fertigkeiten zu erwerben. Lernen ist also die Folge des Reagierens auf bestimmte Reize, Vorgaben, Begrenzungen und Anregungen und damit die Anpassung an gegebene soziale Strukturen sowie die Nachahmung von Verhaltensweisen anderer Menschen. In diesem Verständnis liegen Lerntheorien auch den Entwicklungstheorien zugrunde, die einen engen Verwandtschaftsgrad zueinander aufweisen. Zumeist sind beide auch Bestandteil einer breiteren Perspektive der Entwicklungspsychologie. Sie treffen systematische Aussagen über die Entwicklung und Veränderung von