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auch innerhalb der soziologischen Ansätze die Wendung zum Subjekt vollzogen wird. Modernen arbeitsteiligen Gesellschaften wird damit die Qualität unterstellt, nicht nur für die Integration ihrer Mitglieder zu sorgen, sondern auch einen Nährboden für die Ausbildung autonomer Handlungskompetenzen bereitzustellen. Mit der Theorie der kommunikativen Kompetenz hat Habermas ein darüber hinausgehendes Konzept entwickelt, mit dem die Fähigkeit des Menschen zum flexiblen und prinzipiengeleiteten Handeln in sozialen Rollen und die Fähigkeit, in kritischer Selbstreflexion auch über Regeln und Normen zu verhandeln, systematisch analysiert werden kann. Damit wird ein von Ungleichheit und Unterdrückung freies, ideales Modell der gesellschaftlichen Verständigung vorgeschlagen, das sich als Prüfstein anwenden lässt, um Ungleichheit und beengende Lebensbedingungen zu identifizieren. Mithilfe dieses Modells lässt sich klären, welche gesellschaftlichen Voraussetzungen notwendig sind, um die Ich-Identität eines Menschen zu sichern (Tillmann 2000, S. 239). Es ist leicht zu erkennen, dass der Ansatz von Habermas auf der Eigenständigkeit des Individuums gegenüber gesellschaftlich normierten Rollenerwartungen insistiert. Habermas ist daran interessiert, die Autonomie- und Freiheitsspielräume des menschlichen Handelns sichtbar zu machen. Dieses im Verhältnis zu dem passiven Menschenbild in den Gesellschaftstheorien erweiterte Subjektverständnis ist progressiv ausgerichtet. Habermas ist aus dieser Perspektive ein kritischer Reformer der sozialisationstheoretischen Debatte. »Sozialisation in seinem Sinne müsste die Ausbildung einer besonderen Form der Ich-Organisation zum Ziel haben, einer ›starken Ich-Identität‹, die gleichermaßen durch die Vergesellschaftung und Individuierung gekennzeichnet ist. Sie hätte den einzelnen Subjekten nicht nur die Fähigkeit zu vermitteln, den Anforderungen der Gesellschaft zu