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autonom handlungsfähigen Persönlichkeit darstellt. Gegenüber der biografisch vorangegangenen natürlichen Identität des Kleinkindes bezeichnet sie ein durch Vergesellschaftung erzeugtes Vermögen, sich in ein soziales System zu integrieren (ähnlich zu den Überlegungen von Parsons). Allerdings schließt die Rollenidentität das Kontinuum menschlicher Persönlichkeitsentwicklung nicht ab. Habermas behauptet, dass Heranwachsende im Idealfall in der Lage sind, die höchste Stufe der Identitätsentwicklung zu erreichen, die Ausbildung einer Ich-Identität. Ich-Identität bezeichnet – und jetzt wird die hohe Bedeutung dieses begrifflichen Konstruktes sichtbar – bei Habermas ein sprach- und handlungsfähiges Subjekt, das sich von den Anforderungen in Gestalt sozialer Rollenerwartungen emanzipiert und eigene Geltungsansprüche auch gegen die Rigidität auferlegter Systemzwänge aufrechterhält. Das Erreichen einer Ich-Identität als Sozialisationsideal
Habermas hat in der zusammenfassenden Perspektive eine Theorie vorgelegt, die zu klären versucht, welche gesellschaftlichen Voraussetzungen für eine gelingende Persönlichkeitsentwicklung gegeben sein müssen. Seine Theorie lenkt die Aufmerksamkeit auf die konkrete Beschaffenheit der sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Lebensbedingungen, die den Referenzrahmen für die Persönlichkeitsentwicklung eines Menschen bilden. Eine gelingende Sozialisation ist demnach nur möglich, wenn ein Mindestmaß an gesellschaftlicher Gleichheit und Gerechtigkeit gegeben ist. Sein Subjektmodell zielt auf Veränderbarkeit und sozialen Wandel oder genauer gesagt: auf die Bedingung der Möglichkeit individuellen und sozialen Wandels. Für die Entwicklung in der Sozialisationsforschung ist der Beitrag seiner kritischen Rollentheorie konstitutiv. Damit hat sich ein Fundament herausgebildet, auf dem