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| id | type | title | hint | footnote |
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| context-text | markdown | Organisationaler Kontext | Beschreibe nachvollziehbar und prägnant die Organisation als institutionellen Rahmen des Falles: (1) Organisation/Institution und Angebot, (2) Zielgruppe, (3) relevanter institutioneller Auftrag und (4) zentrale Rahmenbedingungen. Fokussiere auf das, was für das Fallverständnis notwendig ist – keine Institutionsbroschüre. Umfang: max. ½ Seite. Dieses Kriterium wird als Gesamteindruck bewertet (3 = sehr gut, 2 = genügend, 1 = ungenügend). Tipp: Könnte eine externe Fachperson allein aus diesem Abschnitt den organisationalen Rahmen des Falles verstehen? | 🏢 Organisationaler Kontext = Organisation knapp und fallrelevant darstellen |
Organisation und Zielgruppe
Der Praxisbetrieb ist ein stationäres Sonderschulheim im Rahmen einer Stiftung und richtet sich an Primarschulkinder mit erheblichen psychosozialen Belastungen. Das Angebot umfasst ein Wocheninternat mit interner Sonderschulung sowie therapeutischer Begleitung. Es werden maximal neun Kinder betreut. Die Aufnahme erfolgt über zuweisende Fachstellen nach einer fachlichen Abklärung und entsprechenden Indikation. Die Aufenthaltsdauer beträgt in der Regel ein bis zwei Jahre. Wochenenden und ein grosser Teil der Schulferien verbringen die Kinder im Herkunftssystem. Der Betrieb ist in einem grossen Wohnhaus mit Nebenräumen und Aussenfläche, eingebettet in einem Wohnquartier direkt am Waldrand.
Das interdisziplinäre Team setzt sich zusammen aus Sozialpädagogik, Schule (Lehrpersonen, Klassenassistenz, Heilpädagogin, Werklehrerin), Therapie (Psychiater als Therapieleitung sowie zwei Psychologinnen), Hauswirtschaft (Küche, Reinigung, Unterhalt und Umgebung) sowie der Betriebsleitung. Verschiedene Gefässe wie Teamsitzungen, Supervisionen und Weiterbildungen fördern den fachlichen Austausch und die Qualitätssicherung im Team. Grundlage der pädagogischen Arbeit ist ein systemischer, lösungsorientierter Ansatz.
Auftrag
Eine Platzierung erfolgt, wenn im schulischen Umfeld und/oder im Herkunftssystem eine Überforderung besteht und ambulante Angebote nicht mehr ausreichen. Die Organisation bietet einen stationären sozialpädagogischen, therapeutischen und sonderschulischen Rahmen. Ziel ist es, die Kinder in ihrer Entwicklung zu begleiten, ihre Ressourcen zu erkennen und zu stärken sowie neue Verhaltensmuster einzuüben.
Sozialpädagogik, Schule und Therapie arbeiten dabei eng zusammen. Die Bezugspersonen des Herkunftssystems werden in den Prozess einbezogen. Der Auftrag des sozialpädagogischen Teams besteht im Erlernen und Festigen alltagspraktischer Basiskompetenzen sowie in der Unterstützung einer altersgemässen Entwicklung.