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Abb. 27: Die Struktur der triadischen zirkulären Frage
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Fragen, in denen es um die Beziehung zwischen zwei anderen
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Personen geht, werden als triadische zirkuläre Fragen bezeichnet, z.
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B. wird der Sohn gefragt: „Was tut Mutter, wenn Vater sie anschreit?“
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Eine tetradische zirkuläre Frage verbindet vier Personen
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miteinander – die befragte und gleichzeitig beschreibende Person und
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drei andere, über deren Beziehung gesprochen wird. Z. B. wird der
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Sohn gefragt: „Was tut Mutter, wenn Vater deine Schwester
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anschreit?“
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Schon durch die Begriffe Dyade, Triade und Tetrade wird deutlich,
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dass die Befragten ein Teil des Systems sind, innerhalb dessen sie
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ihre Aussagen über die andere(n) Person(en) machen. In ihren
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Antworten geben sie zugleich eine indirekte Auskunft über ihre
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Beziehung zu den anderen, über die sie sprechen.
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Zirkuläre Fragen haben im Prozess des Interviews mehrere
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Funktionen. Zum einen werden den Beteiligten die zirkulären
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Beziehungsverknüpfungen innerhalb eines Systems verdeutlicht.
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(„Wenn Karl den ganzen Tag im Bett bleibt und Mutter darüber den
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Schlaf verliert, was tut dann der Vater?“). Zum Zweiten wird die
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Übernahme der Perspektive der anderen angeregt („Was denkt deine
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Mutter, wenn dein Vater dich anschreit?“). Zum Dritten wird die
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Außenperspektive als Ergänzung zur Innenperspektive eingeführt
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