62 lines
1.7 KiB
Markdown
62 lines
1.7 KiB
Markdown
–
|
||
|
||
–
|
||
|
||
–
|
||
|
||
–
|
||
|
||
Perspektiven verstehen: Sie eröffnet eine Chance der
|
||
Weiterentwicklung unter dem Risiko des Scheiterns.
|
||
Die
|
||
in
|
||
dieser
|
||
Übergangskrise
|
||
entstehenden
|
||
Konflikte/Störungen/Blockierungen
|
||
werden
|
||
nicht
|
||
psychopathologisch als Symptome verstanden, sondern als
|
||
das systemische Wachstum fördernde Ressourcen.
|
||
Krisen entstehen durch Beziehungskonflikte, die in der
|
||
Evolution des Systems begründet sind, und kritische
|
||
Lebensereignisse. Das Nachlassen der Neugierde auf
|
||
inzwischen bekannte Seiten des Partners/der Partnerin führt
|
||
wechselseitig zu Distanzierungen, die man herstellt und an
|
||
denen man leidet. Sie können durch das Interesse an neu
|
||
zu gestaltenden Facetten des anderen kompensiert bzw.
|
||
aufgelöst werden – dann wäre eine Krise gemeistert.
|
||
Krisen
|
||
entstehen
|
||
auch
|
||
durch
|
||
vorhersehbare
|
||
(Schwangerschaft/Geburt,
|
||
Umzug,
|
||
Verlassen
|
||
des
|
||
Elternhauses,
|
||
Ruhestand)
|
||
und
|
||
unvorhersehbare
|
||
Lebensereignisse
|
||
(Tod,
|
||
schwere
|
||
Krankheit,
|
||
Unfall,
|
||
Arbeitslosigkeit oder finanziellen Ruin).
|
||
Besonders prägnante Lebensereignisse haben innerhalb des
|
||
Lebenszyklusmodells einen besonderen Stellenwert. Sie
|
||
markieren die Übergänge zwischen den einzelnen Phasen.
|
||
Wird eine Krise nicht bewältigt, sind folgende Konsequenzen
|
||
für das System zu erwarten:
|
||
* Es zerbricht, und die bisherigen Interaktionspartnerinnen
|
||
werden mit der Aufgabe konfrontiert, sich in ihren
|
||
Beziehungen neu zu orientieren.
|
||
* Es wird in seiner Entwicklung blockiert und versucht,
|
||
sich einzufrieren, d. h., alle auf Veränderung gerichteten
|
||
Informationen zu ignorieren und so weiterzumachen wie
|
||
bisher („Lösung 1. Ordnung“ – Watzlawick et al. 1974).
|
||
* Es versucht, sich auf einem früheren Niveau mit den
|
||
damals benutzten Lösungsstrategien und definierten
|