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Erkenntnistheoretische Voraussetzungen
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der Systembeobachtung, -beschreibung
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und -erkenntnis
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Systemisches Wahrnehmen, Beobachten, Erkennen, Denken, Fühlen
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richtet sich immer auf Kommunikation, d. h. die Verknüpfung von
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Menschen, Tieren, Pflanzen, Gedanken, Gefühlen und Dingen durch
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bedeutungsvolle Beziehungen und ihre Organisation in einer
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Gesamtgestalt, die wir System bzw. Ökosystem nennen.
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Entscheidend
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für
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das
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systemische
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Denken
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ist
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der
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Paradigmenwechsel von einer objektiven zu einer epistemischen
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Wissenschaft: „… zu einem Denksystem, in dem die Epistemologie –
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die Art der Fragestellung – ein integraler Bestandteil
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wissenschaftlicher Theorien wird“ (Capra 1996, S. 56). Systemisches
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Denken, Forschen und Handeln postuliert die Einheit von Denkerin
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und Gedachtem, Beobachterin und Beobachtetem, Ego und Alter in
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der
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Kommunikation.
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Alle
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umgangssprachlichen
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und
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wissenschaftlichen Aussagen stehen unter diesem Axiom der Einheit
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von Beobachterin und Beobachtetem und der zwischen ihnen
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geknüpften Beziehung. Deshalb geben sie kein objektiv gesichertes
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Wissen über die Wirklichkeit wieder, sondern Beschreibungen und
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Erklärungen der Wirklichkeit im Lichte der von der Beobachterin
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verwendeten Theorien sowie der im Beobachtungssystem relevanten
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und deshalb von der Beobachterin gewählten Themen (vgl. auch
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Heisenberg 1959, S. 40).
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Pointiert ausgedrückt: Wenn wir von einem System sprechen,
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sprechen wir über ein Modell in unserem Kopfe, mit dessen Hilfe wir
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die Wirklichkeit wahrnehmen, beschreiben, erklären, theoretisieren
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und handelnd gestalten. Mithilfe des Systemmodells stellen wir
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soziale Wirklichkeiten noch einmal her; wir rekonstruieren sie, indem
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wir ihnen einen neuen Rahmen und darin bestimmte Bedeutungen
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geben. Im Gegensatz zu Erkenntnistheorien, welche das Primat und
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die Unabhängigkeit der äußeren Realität betonen, stellt die
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„Kybernetik zweiter Ordnung“ („the second cybernetics“, Maruyama
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